Vereinsmeisterschaft Halle

Die kalten Temperaturen der letzten Tage haben dann doch dazu geführt, dass sich die meisten unserer Schützen und Schützinnen damit angefreundet haben jetzt erst mal wieder in der warmen Halle zu schießen.

Die neue Saison ist dieses Wochenende jetzt auch offiziell für alle mit der Vereinsmeisterschaft Halle 2020 losgegangen. Bei der Vereinsmeisterschaft ist immer für jeden etwas dabei: Für unsere erfahrenen Wettkampfschützen ist sie jedesmal eine gute Einschätzung wie der aktuelle Leistungsstand ist, für unsere Breitensportler bietet sie eine gute Möglichkeit ab und an ein kleines bisschen Wettkampfluft zu schnuppern ohne sich lange ins Auto setzen zu müssen und für unsere Neumitglieder ist es ein guter Test um auszuprobieren ob sie denn überhaupt Interesse am Meisterschaftsprogramm haben.

Ganz neu war dieses Mal zum Beispiel Tobias: Er ist erst seit Oktober im Verein dabei, lies es sich aber nicht nehmen sich so eine Meisterschaft gleich mal ganz genau anzusehen. „Ich hatte richtig viel Spaß, ich bin auf die 18 Meter rausgekommen und hatte sogar alle Pfeile auf der Scheibe – was will man mehr vom ersten Turnier?“, freute er sich am Ende.

Wer ein paar mehr Bilder sehen will, wird hier in unserer Galerie von der Vereinsmeisterschaft fündig. Und die komplette Ergebnisliste folgt bald.

Glubberl-Turnier

Zum Schluss der Freiluftsaison fand am 25.10.2019 unser Glubberl-Turnier statt. Im Gegensatz zu den letzten Jahren waren die Temperaturen deutlich angenehmer.

Geschossen wurde wie üblich eine Runde a 30 Pfeile auf 18 Meter, bei der neben den kühleren Temperaturen auch die anbrechende Dunkelheit den Schützen zusätzlich zu schaffen machte. Für etwas ausreichende Beleuchtung wurde allerdings wieder gesorgt.

Schon fast traditionell konnten sich die Schützen nach dem Turnier bei selbst gemachtem Punsch und Bratwurstsemmeln wieder aufwärmen.

Die vollständige Ergebnisliste gibt es hier.

Europameisterschaft Feldbogen

Florian Stadler verteidigt Europameisterschaftstitel, Teresa Wellner holt Silbermedaille!


Nachdem Sie sich diese Saison mit hervorragenden Ergebnissen in der Feldbogen-Rangliste und allen voran bei der EM-Ausscheidung in Scharnitz, Österreich durchgesetzt hatten, wurden Florian Stadler und Teresa Wellner für den Bundeskader Feldbogen nominiert und hatten sich damit die Qualifikation zur Europameisterschaft Feldbogen gesichert, die vom 30. September bis zum 05. Oktober in Mokrice/Slowenien stattfand.

Nach 6 Wochen intensiver Vorbereitung am Schießplatz in Natternberg, sowie einem Trainingslager ging es am 29. September los mit der Anreise nach Slowenien. In dem Gelände rund um das Schloss Mokrice fand in der folgenden Woche der Wettkampf der besten Feldbogenschützen Europas statt.

Erfolgreich im Einzel

Nach der Eröffnungszeremonie und dem offiziellen Training starteten die beiden am Dienstag zunächst in den Parcours mit Scheiben auf unbekannten Entfernungen, wo Stadler mit 415 Ringen und Teresa mit 400 Ringen gut vorlegen konnten. Damit positionierten sich beide unter den besten 4 Ihrer Klasse und starteten damit am zweiten Tag in der Top-Gruppe ihrer Klassen. Teresa war im Vorjahr bereits im deutschen Team bei der Weltmeisterschaft, dort aber noch in der Juniorenklasse. Nun startet sie zum ersten Mal in der Erwachsenenkategorie. Sie war zu Beginn richtig nervös nun mit weltbekannten Schützinnen in einer Gruppe zu sein: „Ich hab mich die ersten drei Scheiben lang kaum getraut was zu sagen – dabei sind sie alle richtig nett und wir hatten einen richtig tollen Tag im Parcours zusammen!“

Mit einem Ergebnis von 403 Ringen am Mittwoch im bekannten Parcours sicherte Florian sich den 4. Platz und damit den Einzug in die Eliminationsrunde. Teresa konnte ihre tolle Leistung vom ersten Tag ebenfalls wiederholen und schaffte es mit 392 Ringen sogar auf Platz 3!

Am Donnerstag ging es dann mit über 2 Stunden Verzögerung in die Ausscheidungsrunde, aufgrund von Nebel waren am Morgen die bis zu 60m weit entfernen Scheiben nicht zu erkennen. Teresa musste sich gegen die aktuelle Junioren-Weltmeisterin Sara Ret aus Italien behaupten, nach 6 Scheiben lagen beide Schützinnen gleich auf und so musste ein Stech-Pfeil auf 55m entscheiden. Teresa war hier nur wenige Zentimeter vom Pfeil Ihrer Konkurrentin entfernt, schied damit aber leider aus.
Florian traf in der Eliminationsrunde der besten Sechs auf den Franzosen Adrien Gontier und schied dort als letzter Deutscher Compounder knapp gegen den späteren Bronze-Medaillen-Gewinner aus.

Gold und Silber mit der Mannschaft!

Noch erfolgreicher lief es allerdings in der Teamwertung für die Deutschen: Im Feldbogen wird eine Mannschaft anders als in den anderen Disziplinen aus je einem Schützen der drei Bogenarten (Compound, Recurve und Blankbogen) gebildet.

„Ich habe im Vorfeld nicht gedacht, dass wir unseren Erfolg von vor zwei Jahren wiederholen können. Nach den Qualifikationsrunden standen wir mit der Mannschaft auf dem 7. Platz – nicht die beste Ausgangsituation. Das hieß wir mussten direkt gegen das Team aus Schweden starten, die es auf Platz 2 geschafft hatten.“, so Florian im Anschluss.

Ein Match besteht aus 4 Scheiben auf unterschiedlichen Entfernungen und Winkeln, auf die jeder Schütze einer Mannschaft einen Pfeil schießt. Welche Mannschaft am Ende die meisten Treffer (maximal möglich sind 72 Ringe) erreicht hat gewinnt das Match.
Das erste Match gegen die sehr starken Schweden gewannen Florian Stadler (Compound), Michael Meyer (Blankbogen) und Karsten Sprenger (Recurve) souverän. Ebenso das Halbfinale gegen Frankreich mit 61 zu 58 Ringen. Damit stand die Deutsche Mannschaft wie bereits 2017 erneut im Goldfinale der Europameisterschaft! In einem spannenden und engen Match (das zu Hause im Live-Stream von vielen Fans mitverfolgt wurde) konnten sich die Drei mit einem Ring Vorsprung durchsetzen und so den Meistertitel erfolgreich verteidigen!

Auch in der Damenklasse stellte Deutschland eine starke Mannschaft, bestehend aus Teresa Wellner (Compound), Nora Kipferler (Blankbogen) und Daniela Klesmann (Recurve).

Da sich insgesamt nur 6 Mannschaften bei den Damen qualifiziert hatten, hatte Deutschland als Zweitplatzierter der Qualifikationsrunden im 1/4-Finale ein Freilos. Die Zeit nutzten sie für ein Trainingsmatch, bevor sie im Halbfinale gegen Frankreich antraten. Das Aufwärmen hat sich dann auch gleich bezahlt gemacht, die drei Schützinnen gewannen das Match und zogen damit ebenfalls in das Goldfinale ein, wo sie auf Italien stießen. Das Deutsche Team behielt auch hier die Nerven und zeigte eine gewohnt starke Leistung mit 51 Ringen. Die Mannschaft aus Italien war allerdings trotzdem nicht zu schlagen, mit 64 Ringen haben sie sich die Goldmedaille wirklich verdient. Damit ging die Silbermedaille an Deutschland! Ein riesen Erfolg der im Anschluss auch gebührend gefeiert wurde.

Für Teresa war das Finale noch einmal eine Herausforderung im Vergleich zu den Vortagen: „Wir haben gefühlt die ganze Woche bergauf geschossen, das Finalfeld war auf einmal bergab – das war eine besondere Challenge, aber auch eine schöne Abwechslung ein schwieriger Parcours, aber auf alle Fälle finalwürdig.“

Am Ende der Woche zogen Teresa und Florian eine durchaus positive Bilanz: „Die Meisterschaft war super organisiert, der Parcours war abwechslungsreich und anspruchsvoll gestellt. Die Stimmung im deutschen Team und auch unter allen Schützen der verschiedenen Länder hätte kaum besser sein können. Und die ersten zwei Tage wurde es ganz überraschend sogar noch einmal warm und sonnig, wir haben uns alle noch einmal ordentlich einen Sonnenbrand geholt – was will man mehr?“

Hier könnt ihr euch die Team-Finals noch einmal in Ruhe ansehen:

900er Runde

Neben der Teilnahme an vielen externen Meisterschaften und Turnieren ermitteln wir jedes Jahr auch einen internen Vereinsmeister in den verschiedenen Altersklassen. Wer sich Vereinsbester nennen will, muss das ganze Jahr über fleißig sein, denn es fließen die Ergebnisse von drei internen Turnieren im November, Mai und September in die Gesamtwertung ein. Den Abschluss bildet jedes Jahr eine vereinsinterne 900er Runde.

Die 900er Runde trägt ihren Namen wegen der maximalen Ringzahl, die man dort erreichen kann: Nach jeweils 30 Pfeilen auf 60, 50 und 40 Metern Entfernung kann ein Schütze mit maximal 900 Ringen den Platz verlassen. Auch jüngere Schützen in den Schüler- und Jugendklassen, sowie Einsteiger, die ihre Wettkampfdistanz noch nicht ganz erreichen, können hier teilnehmen – sie schießen die gleiche Anzahl an Pfeilen auf kürzere Distanzen.

In diesem Jahr durfte Ben Hankofer bereits auf die „Erwachsenen-Entfernungen“ schießen – und das obwohl er als Schüler B eigentlich erst 25 Meter schießen muss. Aber er hat in diesem Jahr bereits eine lange und erfolgreiche Wettkampfsaison hinter sich und die weiteren Entfernungen stellten ihn daher vor keinerlei Probleme. Mit 582 Ringen hat er gut mitgehalten mit den „Großen“.

Für Romy Bogner und Greta Kauschinger war die 900er Runde hingegen eine Premiere – sie schossen zum allerersten Mal bei einem Turnier mit. Beide bewiesen, dass man auch mit nur wenigen Monaten Schießerfahrung schon fast „alle ins Gold“ schießen kann. Mit 689 Ringen und 697 Ringen auf 15 bis 25 Metern darf man gespannt sein, was die kommende Hallensaison für sie beide bringen wird.

Für die meisten anderen Schützen war das Turnier „Business as usual“ und sie genossen den Abschluss der Freiluft-Wettkampfsaison bei noch einmal warmen Spätsommertemperaturen sichtlich. Alle diesjährigen Vereinsmeister werden bei der Jahreshauptversammlung im November bekannt gegeben.

Die komplette Ergebnisliste der 900er Runde findet Ihr hier. Und einige Fotos der 900er Runde gibt es natürlich auch noch.

Turnier der Giganten

Wie jedes Jahr galt es für alle Schützen – egal ob groß oder klein, Anfänger oder Fortgeschrittener – auch dieses Mal beim Turnier der Giganten lustige Schießspiele und Aufgaben zu bewältigen. Die regulären Auflagen und Wettkampfdistanzen konnten die Schützen an diesem Wochenende getrost vergessen: Hier waren die Entfernungen für alle gleich und die Ziele bestanden aus Luftballons, bunten Mustern oder fahrbaren Scheiben! Um diese Herausforderungen für die fortgeschrittenen und erwachsenen Schützen etwas schwieriger zu gestalten, wurden sie zu Beginn des Turniers mit Blankbögen ohne Visier ausgestattet.

Nach dem Aufwärmen und einem kurzen Einschießen wurde als erstes auf ein bewegliches Ziel geschossen, es galt eine vorbeifahrende Scheibe innerhalb zweier Pfosten zu treffen. Als nächstes konnten die Bögen dann erst einmal zur Seite gelegt werden, hier mussten die Pfeile per Hand in abgesteckte Formen auf dem Boden geworfen werden. Dann war Teamwork gefragt, in Zweierteams wurde gegeneinander TicTaToe gespielt. Ein Schütze zog dabei den Bogen aus, während der Partner ihn hielt und zielte. Anschließend galt es in 6er-Teams möglichst schnell eine Auflage umzudrehen auf der man gleichzeitig aber stehen bleiben musste.

Danach gab es für alle erstmal eine verdiente Stärkung bei Kaffee und Kuchen. Nach der Mittagspause ging es aber gleich weiter. Es wurde unter anderem noch mit verbunden Augen und von wackeligen Untergründen auf Luftballons geschossen.

Und als Höhepunkt des Turniers hieß es an der letzten Station DIY: in Zweierteams durften sich unsere Kinder ihre eigenen Bögen aus frischen Haselnusssteckern bauen!

Voller Begeisterung und Ehrgeiz wurde geschnitzt, gekürzt und geschnürt. Die größte Herausforderung an diesem Projekt war zu entscheiden wer die entstandenen Meisterwerke als erstes ausprobieren durfte. Nachdem das geklärt war, wurde allen noch übrig gebliebenen Luftballons systematisch die Luft ausgelassen. Die selbstgebauten Bögen wurden erst wieder zur Seite gelegt, als das Abendessen rief. Dieses Jahr gab es zum allerersten Mal seit langem keine Hamburger sondern Hotdogs (was bei manchen schnell in ein Hotdog-Wettessen ausartete). Wegen dem kalten und nassen Wetter musste das eigentlich im Anschluss geplante Zelten leider abgesagt werden.

Den von Helmuth Spitlbauer gestifteten Wanderpokal der Bogenschützen gewann dieses Jahr Romy, sie darf ihn nun für ein Jahr mit nach Hause nehmen. Auf Platz 2 schaffte es Konrad und über Platz 3 konnte sich Marius freuen, der erst seit August im Verein ist.
Viele tolle Bilder vom Turnier gibt es auch noch.

Schnupperkurs

Dieses Jahr haben wir zum ersten Mal einen 5-tägigen Einsteigerkurs für Kinder zwischen 9-18 Jahren in den Sommerferien veranstaltet.

Über 25 Kinder haben insgesamt in den Bogensport reingeschnuppert. Es hat allen Teilnehmern und auch uns Trainern (und Nachwuchstrainern) richtig viel Spass gemacht! 

Ferienprogramm ein voller Erfolg 

Auf dem Programm standen neben heranführenden Übungen und Bewegungsablauf kennenlernen auch viele verschiedene Pausenspiele und lustige Schießaufgaben.

Wir haben von Wackelpads und auf Luftballons geschossen, Farbenlaufen gespielt und Roboter eingeparkt.

Dosenwerfen haben sicherlich die meisten schon einmal gespielt. TicTacToe (3-Gewinnt) wahrscheinlich auch – aber das letztere auch schon einmal mit Pfeil und Bogen? Das durften nämlich die Kinder am 4. Termin einmal ausprobieren!

Zum Abschluss gab es am letzten Termin dann noch das erste kleine Turnier. 15 Pfeile volle Konzentration und am Ende gab es unabhängig vom Ergebnis auf dem Schiesszettel auf allen Seiten nur strahlende Gesichter die ihr hier in der Galerie sehen könnt.

Auch Lust bekommen? Dann schaut doch einmal an einem Samstag bei uns vorbei!

Feldturnier Esch, Luxemburg

Vorbereitungen zur Europameisterschaft laufen auf Hochtouren

Die Vorbereitungen zur Europameisterschaft Feldbogen Anfang Oktober haben drei Natternberger am vergangenen Wochenende bis nach Luxemburg geführt. Dort fand in Esch-sur-Alzette ein Feldbogenturnier der beliebten 5-Nations-Serie statt, zu dem der Deutsche Schützenbund alle seine Kadermitglieder als Trainingswettkampf eingeladen hat. 

Um alle 24 Scheiben eines Wettkampftages zu absolvieren, benötigen die Teilnehmer im Schnitt 6 bis 7 Stunden. Obwohl es an beiden Tagen gut über 30 Grad hatte, konnte der anstrengende Parcours die Natternberger begeistern. Die Scheiben waren abwechslungsreich gestellt, die hügelige Landschaft punktete mit einigen steilen Schüssen und die Ausrichter hatten alle Register gezogen um das Schätzen, der zur Hälfte auf unbekannten Entfernungen stehenden Scheiben, schwieriger zu machen.

Florian Stadler konnte wieder einmal beweisen, dass er aktuell in Topform ist, er belegte mit 402 Ringen den 3. Platz in der Herrenklasse Compound- ganz knapp hinter Nationalkaderkollegen Henning Lüpkemann.
Beide durften sich in diesem Jahr bereits mehrmals das Siegerpodest teilen – vor 3 Wochen etwa holten Florian (Silber) und Henning (Gold) je eine Medaille auf der Deutschen Meisterschaft Feldbogen in Mittenwald. Beide starten im Oktober in Slowenien für das deutsche Team.

Teresa Wellner tritt ebenfalls für Deutschland bei der Europameisterschaft an. Sie wurde an diesem Wochenende Neunte in der Damenklasse Compound mit 754 Ringen.

Alexandra Mischke belegte in der gleichen Klasse mit 735 Ringen den 12 Platz. Für sie war es das letzte Feldbogenturnier der Saison.

Deutsche Meisterschaft in Berlin

Dieses Jahr konnten wir wieder mit einem starken Team von 9 Teilnehmern antreten! Die Meisterschaft fand dieses Jahr zum ersten Mal in Kooperation mit 9 anderen Sportarten bei „Die Finals – Berlin 2019“ statt. Am 2. bis 4. August wurden die Deutschen Meisterschaften in den Sportarten Bahnrad, Bogensport, Boxen, Kanu, Leichtathletik, Moderner Fünfkampf, Schwimmen, Trial, Triathlon und Turnen in der Sportmetropole Berlin ausgetragen. Berlin zeigte zusammen mit dem Deutschen Sportschützenbund warum die World Archery so begeistert von den Weltcups in Berlin ist. 90 Scheiben wurden für diese Deutsche Meisterschaft aufgestellt, und es war durchaus noch Platz für mehr! Ein gewaltiger Anblick den die Schützen bei betreten des Maifeldes vor sich hatten.

Dieter Reithmeier war als einziger Natternberger bereits am Freitag am Start. Er trat in der Herrenklasse an die Schießlinie und beendete die Meisterschaft auf Platz 30 von 76.

Unsere Schüler und Compound Schützen starteten dann am Samstag mit der Qualifikation. Glücklicherweise hatten wir Glück mit dem Wetter. Es scheinte beinahe durchgängig die Sonne und nur gelegentlich sorgten kleinere Wolken für Schatten für die Zuschauer. Die Schützen konnten sich unter aufgebauten Pavillons unterstellen.

Mia Edmeier (Platz 14) und Rebecca Beck (Platz 18) beendeten ihre Freiluftsaison nicht nur mit persönlichen Bestleistungen im oberen Mittelfeld der Schülerklasse weiblich, sondern beide schossen auch ihre Kadernorm für‘s Bayernkader.

Auch für Daniel Deininger (Platz 18) lief es in der Jugendklasse ganz gut, er schrammte am Ende nur um ganz knappe 3 Ringe am Einzug ins 1/8-Finale vorbei!

Alexandra Mischke schaffte es in der Qualifikation auf einen guten 9. Platz in der Damenklasse Compound. Im anschließenden Finale schied sie dann aber leider in der ersten Runde aus.

Tobias Bildner, Kamil Nowok und Florian Stadler holten mit der Mannschaft Herren Compound eine Bronzemedaille!

Florian war nach der Qualifikationsrunde mit 699 Ringen auf Platz 1, für das erste Elimination-Match war er also klar gesetzt.

Bei Tobias war es etwas knapper: Er hatte seinen Bogen eben schon eingepackt, da durfte er ihn gleich nochmal auspacken um in einem Stechen um den Einzug ins Finalsystem zu kämpfen. Und das schaffte er! Doch das hieß leider dass er direkt im ersten Match gegen Florian an der Reihe war!

Das darauffolgenden Match war für uns wahrscheinlich nervenaufreibenderer als für die beiden Jungs. Wir mussten uns schließlich bei jedem Pfeil freuen und ärgern zugleich! Am Ende konnte Florian das Match knapp gewinnen. Und auch in allen weiteren Matches liefen weiter so fantastisch für ihn. Er gewann alle Begegnungen des Tages und qualifizierte sich damit für das Goldfinale, das am Sonntag stattfand und live im ZDF übertragen wurde!

Teresa Wellner (Damenklasse Compound) schaffte es in der Qualifikation mit 670 Ringen auf Platz 4 und ging anschließend sowohl aus dem 1/8, wie auch aus dem 1/4-Finale als klare Siegerin hervor. Lediglich im Halbfinale musste sie sich dann Janine Meißner (BSC Hochtaunus) geschlagen geben. Sie qualifizierte sich also für das Bronzefinale.

Finaltag

Das Finale, das am Sonntag dann vor über 2500 Zuschauern direkt vor dem Olympiastadion stattfand, machte Teresa äußerst spannend: Nach 15 Pfeilen hatten beide Schützinnen das gleiche Ergebnis und es kam zu einem Stechen zwischen ihr und Jennifer Weitsch. Auch diesen Stechpfeil schossen beide Schützinnen wieder Ringgleich! Beide platzierten ihren Pfeil genau in der Mitte im 10er! So musste an der Scheibe ein Kampfrichter den Abstand bis zur Mitte ausmessen und Jennifer konnte sich dabei mit wirklich nur wenigen Millimetern durchsetzen.

 

 

Die Compound Herren waren dann nach den Damen an der Reihe. Florian und sein Gegner Marcus Laube (BSC Garbsen) machten es mindestens ebenso spannend. Bis in Passe 3 lagen beide ringgleich Kopf an Kopf. In Passe 4 schaffte es Florian dann einen Ring Vorsprung zu haben. Leider holte Marcus diesen dann in der finalen Passe wieder auf und konnte sich mit seinem allerletzten Pfeil dann Gold sichern. Das Publikum fieberte auch bei diesem Match kräftig mit und begleitete Florian zu seiner Silbermedaille mit lautem Jubel und mehreren Standing Ovations!

Alles in allem waren die vollen Zuschauerränge, die Stimmung und auch die Kulisse bei den diesjährigen Deutschen Meisterschaften bisher unübertroffen. Mehrere Kadersportler erzählten, dass solche Zuschauerbeteiligung bei internationalen Einsätzen nicht immer geboten werden.

 

Die ganze Ergebnisliste findet ihr hier und hier einige Fotos.

Die Fernsehübertragung des ZDF gibt es hier noch:
Ab 0:00 die letzten Pfeile von Teresa, ab 14:00 Finale von Florian in voller Länge.

Landesmeisterschaft im Freien

 
Am 29. und 30. Juni war es soweit: Hochbrück hatte uns wieder! Nachdem der Schießplatz am Olympiastützpunkt die letzten 3 Jahre umgebaut wurde, fanden die Bayerischen Meisterschaften im Freien dieses Jahr nun wieder dort statt.

Mit wechselnden, böigen Windbedingungen hatten alle Teilnehmer die schon einmal am Platz geschossen haben ja bereits fest gerechnet. Zusätzlich mussten alle aber mit der großen Hitze fertig werden. Temperaturen von über 35 Grad vor allem am Sonntag haben dann doch den einen oder anderen Ring gekostet.
 

Erste Medaillenerfolge am Samstag:

Herrenklasse:
In der Herrenklasse starteten dieses Jahr Dieter (Platz 14), Michael (Platz 56) und Jürgen (Platz 44). Josef war arbeitsbedingt leider verhindert, er hat die Meisterschaft aber bereits vorgeschossen und ist zur Deutschen Meisterschaft  im August durchgemeldet.  Die Herrenmannschaft, bestehend aus Dieter, Jürgen und Josef sicherten sich mit 1724 Ringen die Silbermedaille.

Juniorenklasse:
Michael ist aktuell in seinem letzten Juniorenjahr und vorrangig im Feldbogenbereich unterwegs. In der 70 Meter-Disziplin belegte er dieses Mal den 5. Platz.

Jugendklasse:
Nachdem David die letzten Monate leider komplett Pause machen musste, freute es uns umso mehr ihn nun wieder auf einer Meisterschaft dabei zu haben. „Ich hoffe ja das ich alle 72 Pfeile mitschiessen kann und mir nicht vor Ende die Schultern wieder weh tun.“, meinte er bei der Abschlussbesprechung noch. Das klappte dann zum Glück auch sehr gut und er schaffte es mit 545 Ringen auf Platz 11.

Erik (Platz 25) Jonas (Platz 10) und Daniel (Platz 3) traten gemeinsam als Mannschaft an, zusammen erreichten sie 1562 Ringe und damit Platz 4. Leider liegen sie damit knapp unter der Qualifikationsringzahl zur Deutschen Meisterschaft aus dem Vorjahr. Im Einzel reicht es wohl voraussichtlich auch nur bei Daniel. Er konnte sich am Ende des Tages über eine Bronzemedaille freuen. 

Und auch in der Jugendklasse Compound hatten wir einen Starter. Lorenz schaffte es ebenfalls fast auf das Siegerpodest, er belegte mit 637 Ringen den 4. Platz. 

Extreme Wetterbedingungen am Sonntag:

Am zweiten Meisterschaftstag starteten unsere erwachsenen Compound Schützen und unsere Recurve Schüler. 

Schülerklasse A:
Bei den Schülern starteten Rebecca, Mia und David. Der Start von David war bis zu Beginn der Wertungspfeile noch ungewiss, da seine Meldung zur Meisterschaft durch den Schützenbezirk Niederbayern untergegangen gegangen war und alle Startplätze vergeben worden waren. Doch Glücklicherweise konnte eine Lösung gefunden werden und David durfte auf seiner allerersten Landesmeisterschaft starten! Rebecca und Mia haben zwar schon einige Jahre Turniererfahrung, aber sie kämpften mit den zum Teil starken Windböen. Rebecca schaffte es am Ende mit 599 Ringen fast auf das Siegerpodest. Nur ein Ring trennte sie noch von Platz 3. Und auch Mia lies sich vom Wind nicht zu sehr aus der Ruhe bringen und konnte mit 591 Ringen den sechsten Platz erreichen. David brauchte etwas länger um seinen gewohnten Schussablauf zu finden. Kein Wunder, wenn man erst beim Einschießen erfährt ob man nun starten darf oder nicht. Er gab dennoch alles und konnte sich mit 399 Ringen bei seiner ersten bayerischen Meisterschaft einen guten Platz unter den Top 20 Schützen sichern! Und zusammen erreichten Rebecca, Mia und David auch noch den dritten Platz mit der Mannschaft!

Schülerklasse B:
Ben Hankofer konnte zwar seinen eigenen Vereinsrekord von 604 Ringen auf dem unbekannten windigen Schießplatz nicht ganz erreichen, aber seine 539 Ringe beförderten in auf seiner allerersten Landesmeisterschaft direkt auf das Siegerpodest. Er konnte strahlend eine Silbermedaille in Empfang nehmen!

Compound Altersklasse:
Wladimir belegte mit einer soliden Leistung von 647 Ringen bei dieser bayerischen Meisterschaft den neunten Tabellenplatz. Auch für ihn war es die erste Landesmeisterschaft in Hochbrück.

Bei den Compound Damen und Herren fanden im Anschluss an die Qualifikationsrunde noch die Finalrunden statt, bei denen der Bayerische Meister unter den Top 8 Schützen der Vorrunde ermittelt wird. Die Finals wurden von vielen interessierten Zuschauern verfolgt, was bei den hohen Temperaturen nicht selbstverständlich gewesen ist. Allerdings wurden die Zuschauer mit den hoch spannenden Finals belohnt!

Compound Damen:
Alexandra und Teresa machten es in der Qualifikation sehr spannend. Bei den starken Windböen und hohen Temperaturen erreichte Alexandra mit 653 Ringen den dritten Platz. Teresa setze sich mit 654 Ringen, also nur einen Ring mehr als Alexandra, auf den zweiten Platz! Damit hatten sich die beiden für die Finalrunde der besten acht Compound Damen qualifiziert!
Teresa trat in ihrem Viertelfinale gegen Nicole Kellermann an – leider schied sie aufgrund von Kreislaufproblemen in der Hitze an dieser Stelle aus den Finals aus. Nach kurzer Versorgung durch ihre Vereinskameraden, die Kampfrichter und die netten Sanitäter ging es Teresa aber wieder schnell besser.

Alexandra gewann ihr Viertelfinale gegen Katharina Kutscher mit 128 zu 126 Ringen. Im Halbfinale konnte sich Alexandra mit 127 zu 124 Ringen gegen Nicole Kellermann durchsetzen und zog damit ins Goldfinale ein.
Das Goldfinale bestritt Alexandra gegen Katharina Landrock. Die beiden kennen sich bereits gut von unzähligen Feldturnieren und Meisterschaften. Am Ende eines sehr langen und anstrengenden Tages wurde Alexandra belohnt. Sie bezwang Katharina mit 131 zu 129 Ringen! Somit sicherte sich Alexandra den Titel der Bayerischen Meisterin 2019!

Compound Herren:
Auch bei den Herren war es nicht weniger spannend. Florian belegte nach der Qualifikation mit 694 Ringen den zweiten Tabellenplatz. Tobias konnte sich mit 669 Ringen den achten Platz und damit ebenfalls die Teilnahme an der Finalrunde sichern. Und auch Kamil schrammte mit Platz 11 und 664 Ringen nur knapp an der Teilnahme am Finale vorbei.

Sowohl Florian als auch Tobias konnte beide Erfolgreich aus dem Viertelfinale hervorgehen. Auch das jeweilige Halbfinale konnten sie jeweils für sich entscheiden. Der Titel des Bayerischen Meisters Compound Herren ging damit definitiv schon nach Natternberg! Denn Florian und Tobias kämpften nun gegeneinander um Gold. Florian bezeichnete das Goldfinale zwischen Tobias und ihm scherzhaft als „Vereinsmeisterschaft“. Nach vier spannenden Passen stand der dann Sieger fest. Tobias setzte sich mit 139 zu 136 Ringen in diesem vereinsinternen Goldfinale in Hochbrück gegen Florian durch. Der bayerische Meister Compound 2019 heißt Tobias Bildner! Florian hatte dennoch Grund zu Freude. Immerhin setze sich ein Freund und Schütze aus dem eigenen Verein gegen ihn durch.

Zusätzlich zu den Einzelplatzierungen erreichten Florian, Tobias und Kamil den ersten Platz mit der Mannschaft! Ein erfolgreicher Tag auf der Landesmeisterschaft ging mit der Siegerehrung zu Ende. Die Bilanz des Tages: Zweimal Gold und einmal Bronze in der Einzelwertung und je einmal Gold und Bronze in der Mannschaftswertung!

In der Gesamt-Ergebnisliste der Bayerischen findet ihr noch einmal alle Einzel-, Mannschafts- und auch alle Match-Ergebnisse der Finals. Und wer gerne noch ein paar mehr Fotos sehen möchte wird bei uns wie immer auch glücklich.

Deutsche Meisterschaft Feldbogen

Am 27. und 28. Juli fanden die Deutschen Meisterschaften Feldbogen in Mittenwald auf den sehr idyllischen Buckelwiesen am Hohen Brendten statt.

Am Samstag waren alle unsere Recurve-Schützen an der Reihe. Dieter Reithmeier (Herrenklasse), Michael Stockner (Juniorenklasse), Daniel Deininger (Jugendklasse), Jonas Mieth (Jugendklasse), Erik Schröder (Jugendklasse) und Mia Edmeier (Schülerklasse) reisten bereits am Freitag nach Garmisch-Partenkirchen an, um am nächsten Morgen ausgeschlafen und ohne Zeitdruck in die Deutsche Meisterschaft starten zu können. Und das hat sich gelohnt!

Fazit des ersten Tages: Gleich zwei neue Deutsche Meister kommen aus Natternberg!!

Der Parcours in Mittenwald war wieder einmal sehr zuschauerfreundlich, es gab extra ausgewiesene Besucherwege mit tollen Info-Tafeln zum Thema Feldbogenschießen. Und sie konnten live mitfiebern, wie die teilnehmenden Schützen ihre oft sehr anspruchsvollen Scheiben meisterten:

Michael holte Platz 4 mit 293 Ringen in der Juniorenklasse, Erik mit 261 Ringen auf Platz 10 in der Jugendklasse. Jonas (ebenfalls Jugendklasse) mit 287 Ringen und Dieter (Herrenklasse) mit 321 Ringen holten beide Platz 5. Alles tolle Platzierungen auf die unsere Schützen wirklich stolz sein können.

Am besten lief es allerdings für Daniel (305 Ringe) und Mia (308 Ringe) – für beide hat sich der Trainingseifer der letzten Wochen gelohnt. Sie konnten die höchste Ringzahl in ihrer Altersklasse erreichen und gewannen damit jeweils die Goldmedaille!! 

Damit war es bereits eine der erfolgreichsten Meisterschaften für unseren Verein. Und damit war erst der erste Tag der Deutschen vorbei! 

Sonntag: Zwei weitere Medaillen gehen nach Natternberg!

Am zweiten Tag starteten Teresa Wellner und Alexandra Mischke in der Compound-Damenklasse und bei den Herren Compound Tobias Bildner und Florian Stadler in den Parcours.

So schön der Tag auch bei Sonnenschein und angenehmen Temperaturen begann, so nass wurden wir auf den letzten 8 der insgesamt 24 Scheiben.

Trotz widriger Umstände konnten nochmal 2 Medaillen für Natternberg gewonnen werden! Bei den Damen Compound holte sich Alexandra mit 383 Ringen die Bronze-Medaille und damit Ihre erste Einzel-Medaille bei einer Deutschen Meisterschaft. Teresa konnte nicht ihre ganze Leistung abrufen und belegte Rang 7 mit 376 Ringen.

Bei den Herren Compound schaffte Florian es im fünften Jahr in Folge auf das Podest und konnte sich mit 400 Ringen die Silber-Medaille sichern. Tobias verpasste nur um einen Ring den Platz am Podest und erreichte Platz 7 mit 383 Ringen.

Wer sich die komplette Ergebnisliste ansehen möchte wird hier fündig und ein paar weitere Fotos haben wir natürlich auch noch.