Bayerische Meisterschaft im Freien
Die Bayerische Meisterschaft Bogensport im Freien auf der Olympia-Schießanlage in München, Hochbrück bot an drei Wettkampftagen erneut alles, was den Bogensport so faszinierend macht: hochklassige Leistungen, spannende und vor allem an diesem Wochenende sehr häufig Entscheidungen im Millimeterbereich und Wetterbedingungen, die den Schützinnen und Schützen viel abverlangten: Von strahlendem Sonnenschein bis hin zu kräftigen Wolkenbrüchen war alles dabei. Die ständig wechselnden Wind- und Lichtverhältnisse machten den Wettkampf zeitweise
zu einer echten Glückssache und verlangten den Teilnehmenden neben technischem Können auch mentale Stärke und die Fähigkeit sich immer wieder auf neue Bedingungen einzustellen ab. Mit insgesamt 22 teilnehmenden Schützinnen und Schützen stellte der TSV Natternberg eines der größten Teams bei der Bayerischen Meisterschaft.
Freitag
Die Landesmeisterschaft begann am Freitag mit den beiden Master-Schützen Christian Süß und Dieter Reithmeier, die allerdings in unterschiedlichen Bogendisziplinen antraten. Für Christian Süß war die Teilnahme an der Landesmeisterschaft in der Blankbogenklasse eine seiner ersten auf Landesebene. Mit 521 Ringen erreichte er einen hervorragenden 22. Platz. Dieter Reithmeier hingegen nimmt bereits seit seiner Kindheit mit dem Recurvebogen an Wettkämpfen teil, er erreichte mit 595 Ringen den 14. Platz.
Samstag
Am Samstag stand Dieter Reithmeier gleich wieder am Bogenplatz in München, denn er betreute das Natternberger Team an diesem Tag. Wie die Recurve-Herren Michael Stockner (583 Ringe, Platz 23) und Raphael Maier (588 Ringe, Platz 20), die sich beide im starken Starterfeld (70 Schützen) behaupteten. Traditionell wird in Bayern in der Freiluftsaison neben den erwachsenen Recurve Schütz:innen nur bei den Jugendklassen eine Finalrunde geschossen, während die Junior:innen eine Finalrunde in der Hallensaison austragen. Bei András Zavaschi, David Deininger und Aurelia Liebner lag der Fokus daher ganz auf ihren Qualifikationsleistungen: In der Recurve Juniorenklasse errang András mit einem soliden Ergebnis von 544 Ringen die Bronzemedaille, und David (459 Ringe) erreichte Platz 8. Bei den Recurve Juniorinnen holte Aurelia (503 Ringe) den 5. Platz.
In der Klasse Jugend männlich Recurve standen 4 Schützen des TSV Natternberg an der Schießlinie: Vojin Duric belegte mit 440 Ringen den 37. Platz auf seiner ersten Bayerischen Meisterschaft. Quirin Liebner erreichte mit 582 Ringen den 10. Platz und verpasste nur um wenige Ringe den Finaleinzug.
Bálint Zavaschi (595 Ringe, Platz 8) und Ulrich Ketterl (623 Ringe, Platz 2) waren nach der Qualifikation beide in unter den Top 8 und schafften so den Sprung in die Finalrunden. Dort lieferte sich Bálint im 1/4-Finale ein enges Match gegen den Erstplatzierten, das nach einem Unentschieden in einem Stechpfeil endete. Beide Schützen schossen eine 9, der Pfeil von Bálint war jedoch wenige Millimeter weiter vom Zentrum der Auflage entfernt und so war der Wettkampf für ihn an dieser Stelle beendet. Besser lief es bei Ketterl: Das Match im Viertelfinale gewann er souverän, erst im Halbfinale musste er sich dann leider geschlagen geben und schoss so im „kleinen Finale“ um die Bronzemedaille. Dieses Match gegen Maximilian Jochmann des BC Ismaning (Bálints Gegner aus dem 1/4-Finale) endete ebenfalls wieder unentschieden. So musste auch hier ein Stechpfeil entscheiden: Erneut schossen alle Beteiligten eine 9, dieses Mal war es jedoch Ulrichs Pfeil der Näher in der Mitte landete und so gewann Ulrich Ketterl eine weitere Bronzemedaille.
In der Klasse Jugend weiblich Recurve positionierten sich in diesem Jahr Alina Merker mit 595 Ringen auf Platz 4 und Sára Hučková mit 573 Ringen auf Platz 5. Beide zogen damit souverän in die Finals ein, trafen aber leider gleich in der ersten Finalrunde aufeinander. Dieses Match konnte Sára für sich entscheiden und so ins Halbfinale und anschließend ins kleine Medaillenmatch einziehen. Dort machte sie es (betreut von Vereinskollegin Alina als Coach) denkbar spannend: Wie auch schon bereits bei Bálint und Ulrich endete ihr Match unentschieden mit 5:5 Punkten und ein einziger Pfeil musste über die Gewinnerin entscheiden. Beide Schützinnen schossen eine 7 und ein Kampfrichter musste den Abstand zum Zentrum nachmessen. Denkbar knapp verlor Sára Hučková um gerade einmal 5 Millimeter und gewann so den 4. Platz. In der gemeinsamen Teamwertung gewannen Zavaschi, Ketterl und Liebner unangefochten die Goldmedaille und Ðurić, Merker und Hučková erreichten den 5. Platz.
Sonntag
In den Schüler:innenklassen A sorgten Hatice Arslan (632 Ringe, Platz 3), Antonia Weinberger (564 Ringe, Platz 17), Kateryna Petrova (525 Ringe, Platz 25), Vincent Hausinger (591 Ringe, Platz 12) und Paul Zettler (540 Ringe, Platz 22) für ein starkes Gesamtergebnis. In der gemeinsamen Mannschaftswertung belegten Vincent, Hatice und Kateryna den dritten Platz. Sebastian Sterr nahm im vergangenen Jahr noch mit dem Recurvebogen teil, wechselte in der Wintersaison allerdings auf Compound und qualifizierte sich prompt gleich in der neuen Bogendisziplin. Er gewann mit sehr starken 619 Ringen die Silbermedaille in der Klasse Compound Schüler A.
Während in der Juniorenklasse Compound für Julius Krempl 625 Ringe für die Bronzemedaille reichten, bedeuteten nur zwei Ringe weniger in der Herrenklasse Compound Platz 29 für Jens Schneider. Deutlich besser lief es für Titelfavorit Florian Stadler (ebenfalls Herrenklasse Compound), er stand mit 699 Ringen nach der Qualifikationsrunde nach einem engen Kopf an Kopf Rennen mit Florian Grafmans der Schützengilde Kleinlangheim auf Platz Eins.
Allerdings war nicht er der Schütze, der im Halbfinale Florian Stadler ins Bronzefinale schickte, sondern Thomas Nibbe (BCI Hergolding). Dieser hatte wie Florian Stadler 144 Ringe erzielt und setzte sich im Stechen durch. Florian Grafmans hatte seinerseits Valentin Wolf (TSV Bay-reuth) im Halbfinale mit 147 : 141 Ringen aus dem Goldrennen genommen. Damit standen sich Florian Stadler und Valentin Wolf im Match um Bronze gegenüber, bei dem sich der favorisierte Florian mit 144 : 141 Ringen durchsetzte und eine abschließende Medaille an diesem Wochenende für den TSV Natternberg mit nach Hause holte.
Finalrunde Recurve: https://www.youtube.com/live/IVwYx6hwzZ4?is=hVBeQcvKZXT8E_IV
Finalrunde Compound: https://www.youtube.com/live/OkEcKXzQYl4?is=o1H5CPSbzwRXfQ1W
Und hier geht es zur Gesamtergebnisliste und unserer Bildergalerie.
Arnspitzturnier in Scharnitz
Am 11. und 12. Juli gingen zwei Bogenschützen des TSV Natternberg, Dieter Reithmeier und Rebecca Beck, beim traditionsreichen Arnspitzturnier in Scharnitz (Tirol) an den Start.
Bei besten Bedingungen mit Sonnenschein, angenehmen Temperaturen und ohne Regen standen am ersten Wettkampftag 24 Scheiben auf unbekannte Entfernungen auf dem Programm, am zweiten Tag folgten 24 Scheiben auf bekannte Entfernungen. Der Parcours in Scharnitz gilt als äußerst anspruchsvoll und verlangte den Teilnehmern mit steilen An- und Abstiegen sowie Schusswinkeln von bis zu 40 Grad bergauf und bergab alles ab.
Da in der Juniorinnenklasse zu wenige Teilnehmerinnen gemeldet waren, startete Rebecca Beck in der Damenklasse und zeigte dort eine starke Leistung. Mit 582 Ringen (299 und 283) belegte sie einen hervorragenden 4. Platz. Dieter Reithmeier erreichte in der Herrenklasse mit 578 Ringen (293 und 285) einen guten 9. Platz. Für Dieter Reithmeier diente das Turnier zugleich als wichtige Vorbereitung auf die Deutsche Meisterschaft Feldbogen, die Anfang August in Kellinghusen stattfindet. Dort wird der TSV Natternberg mit insgesamt fünf Schützen vertreten sein. Damit erwies sich das Arnspitzturnier erneut als wertvolle Generalprobe für die bevorstehenden nationalen Titelkämpfe.
Hier geht es zur Ergebnisliste vom Arnspitzturnier und hier die Bildergalerie.
Vereinsmeisterschaft und Gaumeisterschaft
Viele Starter und Starterinnen
Compound
Nachwuchsklassen
Ladesmeisterschaft Feldbogen
Mit zwei Bayerischen Meistertiteln, drei Silber- und zwei Bronzemedaillen verlief die Bayerische Meisterschaft im Feldbogenschießen in Kirchberg vorm Wald für uns äußerst erfolgreich. Insgesamt gingen zwölf unserer Schützinnen und Schützen auf dem anspruchsvollen 24-Scheiben-Parcours an den Start und sorgten erneut für zahlreiche Top-Platzierungen.
Während wir unser Training aufgrund der großen Hitze am Wochenende auf die kühleren Vormittagsstunden verlegten, warteten bei der Landesmeisterschaft anspruchsvolle Bedingungen. Im Feldbogenschießen werden insgesamt 72 Pfeile auf Ziele in abwechslungsreichem Gelände geschossen. Die Hälfte der Scheiben steht auf bekannten, die andere Hälfte auf unbekannten Entfernungen. Neben einer konstanten Schießtechnik sind deshalb vor allem Konzentration und eine präzise Entfernungseinschätzung gefragt.
Für das sportliche Highlight sorgte erneut Florian Stadler. Mit hervorragenden 406 Ringen sicherte er sich bei den Compound-Herren bereits zum wiederholten Mal den Bayerischen Meistertitel. Ebenfalls Gold gewann Rebecca Beck, die sich mit 302 Ringen den Titel in der gemischten Recurve-Juniorenklasse sicherte.
Drei weitere Schützinnen und Schützen durften sich über Silber freuen: Raphael Maier belegte mit 323 Ringen den zweiten Platz bei den Recurve-Herren, Dieter Reithmeier wurde mit 306 Ringen Bayerischer Vizemeister der Recurve-Master und Ulrich Ketterl gewann mit starken 338 Ringen Silber in der Recurve-Jugendklasse. Bronzemedaillen gingen an Quirin Liebner, der in der Recurve-Jugend mit 324 Ringen den dritten Platz belegte, sowie an David Deininger, der sich mit 261 Ringen Bronze bei den Recurve-Junioren sicherte.
Abgerundet wurde das starke Mannschaftsergebnis durch weitere gute Platzierungen. Wladimir Schmidt erreichte bei den Compound-Mastern mit 364 Ringen Rang sieben. In der stark besetzten Recurve-Herrenklasse belegte Daniel Deininger mit 299 Ringen Platz sechs, Jürgen Altendorf folgte mit 296 Ringen auf Rang sieben und Denny Schröder kam mit 264 Ringen auf Platz zwölf. Christian Süß, der erst seit kurzer Zeit im Feldbogenschießen aktiv ist, erreichte bei den Blankbogen-Mastern mit 241 Ringen den 21. Platz.
Nicht in Kirchberg am Start waren Alina Merker, Sára Hučková, Hatice Kübra Arslan und Aurelia Liebner. Sie hatten sich bereits im Vorfeld für den parallel ausgetragenen Bayernpokal in München entschieden und trugen dort zum Gesamtsieg der niederbayerischen Auswahl bei. András und Bálint Zavaschi konnten aufgrund ihrer Teilnahme am Deutschlandfinale der World Robot Olympiad mit dem Robert-Koch-Gymnasium nicht antreten. Ihre vorgeschossenen Ergebnisse werden dennoch für die Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft gewertet. Ob die Leistungen für einen Start Anfang August in Kellinghusen ausreichen, entscheidet sich nach der Veröffentlichung der Qualifikationsringzahlen.
Ergebnisliste Bayerische Meisterschaft Feldbogen
Bezirksmeisterschaft im Freien
Wenn am Ende Medaillen gefeiert werden, geraten diejenigen oft in den Hintergrund, die diesen Erfolg erst möglich machen. Die Niederbayerischen Meisterschaften Bogenschießen im Freien in Ergolding zeigten nämlich auch die hervorragende Arbeit der vielen ehrenamtlichen Trainerinnen und Trainer unserer Sparte. Mit 27 Starterinnen und Startern, einer Altersspanne von 8 bis 68 Jahren sowie Teilnehmern in den Bogenklassen Recurve, Compound und Blankbogen präsentiertn wir uns in unserer ganzen Breite. Die Mischung aus Nachwuchstalenten, erfahrenen Schützinnen und Schützen sowie einer außergewöhnlich großen Zahl qualifizierter Betreuer zahlte sich eindrucksvoll aus: Insgesamt 19 Medaillen in den Einzelwertungen und 6 Mannschaftserfolge unterstrichen unsere Leistungsstärke. Die äußeren Bedingungen verlangten den Teilnehmenden einiges ab. Die Temperaturen kletterten weit über „angenehm warm“ hinaus und zusätzlich machte ein teils kräftiger, böiger Wind das Zielen schwierig. Umso bemerkenswerter waren die Leistungen der Schützinnen und Schützen.
In der Herrenklasse Recurve lieferten sich Raphael Maier und Tobias Heinrichsdobler ein vereinsinternes Kopf-an-Kopf-Rennen. Maier verteidigte seinen knappen Vorsprung aus der ersten Hälfte und gewann mit 555 Ringen Bronze vor Heinrichsdobler, der mit 552 Ringen Vierter wurde. Ebenfalls ein hervorragendes Ergebnis erzielte Jürgen Altendorf, der mit 544 Ringen Rang sechs belegte.
Nach einer für ihn ungewohnt schwachen Auftaktpasse schien für Dieter Reithmeier eine Spitzenplatzierung in der Klasse Recurve Master zunächst außer Reichweite. Doch mit seiner Erfahrung kämpfte er sich Ring um Ring zurück und sicherte sich am Ende mit starken 590 Ringen die Silbermedaille. In der Klasse Recurve Senioren belegte Horst Zeindl mit 497 Ringen Platz zehn. Der Quereinsteiger hat das Bogenschießen erst vor kurzer Zeit für sich entdeckt und gehört zu mehreren Neumitgliedern, die bereits erfolgreich Wettkampfluft schnuppern– ein schönes Beispiel dafür, dass der Einstieg in den Bogensport in jedem Alter möglich ist.
Für einen Doppelerfolg sorgten Vincent Hausinger und Paul Zettler bei den Recurve-Schülern A. Mit 543 beziehungsweise 538 Ringen gewannen sie Silber und Bronze. Noch deutlicher fiel der Sieg von Hatice Arslan bei den Schülerinnen A aus. Mit herausragenden 622 Ringen gewann sie Gold und hatte am Ende 37 Ringe Vorsprung auf die Konkurrenz. Kateryna Petrova (566 Ringe) wurde Vierte, Antonia Weinberger (516 Ringe) Fünfte. In der jüngsten Altersklasse bei den Schülerinnen C durfte sich Agnes Hain über die Goldmedaille freuen. In ihrer Altersklasse wird nur die erste der zwei Runden mit je 36 Pfeilen geschossen, in der sie 245 Ringe erreichte und damit den ersten Platz belegte.
Besonders erfolgreich verlief der Wettkampf in der Jugendklasse. Bei den männlichen Recurve-Jugendlichen gingen alle drei Podestplätze an den TSV Natternberg: Ulrich Ketterl gewann mit 619 Ringen vor Quirin Liebner (581 Ringe) und Bálint Zavaschi (567 Ringe). Vojin Ðurić erreichte bei seiner ersten Niederbayerischen Meisterschaft mit 342 Ringen einen respektablen fünften Platz. Auch die weibliche Jugend war fest in Natternberger Hand. Sára Hučková gewann mit 586 Ringen Gold, Alina Merker mit 537 Ringen Silber.
In der Juniorenklasse holte András Zavaschi mit 579 Ringen den Titel, David Deininger (480 Ringe) gewann Bronze. Bei den Juniorinnen gelang ein weiterer Doppelsieg durch Rebecca Beck (546 Ringe, Gold) und Aurelia Liebner (529 Ringe, Silber).
Im Compoundbogen erreichte Josef Pichlmeier mit 597 Ringen Platz sieben. Bei den Compound-Damen entwickelte sich ein spannendes Rennen um den Titel. Stephanie Lenk lag zur Halbzeit noch 13 Ringe hinter der führenden Schützin zurück, kämpfte sich jedoch beeindruckend heran und musste sich am Ende mit 547 Ringen nur um einen einzigen Ring geschlagen geben, sie gewann wohlverdient den 2. Platz. In der Compound-Masterklasse erreichte Wladimir Schmidt mit 631 Ringen den dritten Platz. Bitter: Zur Qualifikation für die Bayerische Landesmeisterschaft fehlten ihm lediglich drei Ringe. Nach mehreren aufeinanderfolgenden Teilnahmen auf Landesebene riss seine Serie damit denkbar knapp.
Für das dominierendste Ergebnis des Tages sorgte wohl Sebastian Sterr: Mit 644 Ringen gewann er die Klasse Compound Schüler A mit beeindruckenden 61 Ringen Vorsprung. Im Blankbogen belegte Andreas Hiergeist bei den Herren Platz vier mit 412 Ringen. Christian Süß gewann bei den Mastern mit 515 Ringen die Silbermedaille.
Nicht alle Qualifizierten standen bei der Bezirksmeisterschaft selbst an der Schießlinie: Florian Stadler und Jens Schneider begleiteten den gesamten Wettkampftag ( über 12 Stunden) ehrenamtlich als Trainer und Betreuer. Ebenfalls direkt mit ihren Ergebnissen der Gaumeisterschaft zur Bayerischen Meisterschaft gemeldet hatten sich Michael Stockner, Ben Hankofer, Simon Moritz und Julius Krempl. Michael Hainunterstützte am Nachmittag als Trainer, und Dieter Reithmeier blieb nach seinem Silbergewinn am Vormittag ebenfalls als Trainer vor Ort. Dieses Engagement im Hintergrund war ein wichtiger Baustein für die vielen Erfolge.
Erfolgreich waren auch die Mannschaften:
- 1. Platz Compound Erwachsene: Wladimir Schmidt, Josef Pichlmeier, Stephanie Lenk (1775 Ringe)
- 1. Platz Recurve Schüler A: Hatice Kūbra Arslan, Kateryna Petrova, Vincent Hausinger (1731 Ringe)
- 1. Platz Recurve Jugend: Ulrich Ketterl, Quirin Liebner, Bálint Zavaschi (1767 Ringe)
- 2. Platz Recurve Jugend: Sára Hučková, Alina Merker, Vojin Ðurić (1465 Ringe)
- 2. Platz Recurve Erwachsene: András Zavaschi, Rebecca Beck, Aurelia Liebner (1654 Ringe, ringgleich mit Platz 1 – entschieden durch die Anzahl der Zehner)
- 3. Platz Recurve Erwachsene: Raphael Maier, Tobias Heinrichsdobler, Jürgen Altendorf (1651 Ringe)
Nun wartet mit den Bayerischen Meisterschaften im Juli die nächste Herausforderung. Mit voraussichtlich 25 qualifizierten Starterinnen und Startern wird der TSV Natternberg dort nochmals stärker vertreten sein als bereits in den vergangenen Jahren (22 und 20 Teilnehmenden).
Hier geht es zur ganzen Ergebnisliste und hier zu mehr Bildern der Niederbayerischen Meisterschaft im Freien.
Weltrekord durch Simon Moritz bei der ersten Rangliste im Freien 2026!
Zur ersten Rangliste des Deutschen Schützenbundes in der Disziplin Bogenschießen in München, Garching Hochbrück waren Alina Merker, Sára Hučková und Simon Moritz vom TSV Natternberg eingeladen.
Und Simon sorgte an dem Wochenende für nicht nur bei uns sondern gleich für internationales Aufsehen: Denn er stellte einen neuen Compound U21-Weltrekord auf!
Bereits zum Auftakt des ersten Ranglistenwettkampfes der Freiluftsaison zeigte Simon seine außergewöhnliche Form. Letztes Jahr wurde er ´Jugendweltmeister, nun startet er in seinem ersten Jahr in der Juniorenklasse. Er gehört aktuell sowohl dem Bayernkader Compound als auch dem DSB-Kader an und er dominierte die Konkurrenz bei diesem Wettkampf von Beginn an. Mit starken 705 Ringen sicherte er sich am Freitag souverän Platz eins der ersten Qualifikation. Was anschließend folgte, war selbst auf höchstem internationalen Niveau außergewöhnlich. In der Matchrunde gewann Simon alle fünf Begegnungen mit 149:140, 150:134, 150:147, 148:146 und 149:145. Über alle 72 Wertungspfeile erzielte er dabei einen unglaublichen Ringschnitt von 9,95 Ringen pro Pfeil – hochgerechnet 716 Ringe auf eine komplette Qualifikationsrunde.
Bereits am ersten Wettkampftag hatte Simon damit ein Ergebnis auf Weltrekordniveau geschossen. Da Weltrekorde jedoch ausschließlich in offiziellen Finalrunden anerkannt werden, blieb diese Leistung zunächst noch ohne offiziellen Rekordstatus. Am Samstag bestätigte er seine Ausnahmeform eindrucksvoll. Mit herausragenden 713 Ringen gewann er auch die zweite Qualifikation deutlich. In der anschließenden Finalrunde ließ Simon keinerlei Zweifel mehr an seiner Überlegenheit aufkommen. Nach einem Freilos im Viertelfinale, bei dem er für die Ringschnittwertung dennoch starke 146 Ringe schoss, folgte im Halbfinale der nächste Glanzauftritt mit perfekten 150:147 Ringen.
Im Finale setzte Simon schließlich den krönenden Schlusspunkt unter ein außergewöhnliches Wochenende. Mit perfekten 150 Ringen schoss er das Finalmatch auf 50 Meter erneut mit allen 15 Pfeilen in die Zehn – mehr Ringe sind im Compoundbogen nicht möglich. Entscheidend für den neuen Weltrekord war deshalb die sogenannte X-Wertung, also Treffer im absolut innersten Zentrum der Zehn. Mit 11 X verbesserte Simon den bisherigen U21-Weltrekord des US-Amerikaners David Houser vom Juli 2014, der ebenfalls bei 150 Ringen, jedoch mit 10 X gelegen hatte.
Damit hält Simon nun offiziell den Weltrekord für ein Compound-U21-Finalmatch über 15 Pfeile auf 50 Meter. Die Leistung wurde anschließend auch offiziell von der World Archery Federation bestätigt. Der Weltverband sprach von einer „perfekten Vorstellung“ des deutschen Nachwuchsschützen. Simon selbst sagte nach seinem Rekordauftritt: „Das war ein perfekter Tag“.
Auch zwei Nachwuchs-Recurve-Schützinnen des TSV Natternberg präsentierten sich bei der ersten Rangliste in starker Form: In der Jugendklasse weiblich gingen Alina und Sára für den Bayernkader an den Start und behaupteten sich in einem leistungsstarken Teilnehmerfeld. Sára erreichte in der ersten Qualifikation mit 587 Ringen einen starken 10. Platz und belegte in der zweiten Qualifikation Rang 17. Alina überzeugte mit konstanten Leistungen und erreichte mit 579 sowie 585 Ringen jeweils den 12. Platz.
Niederbayerische Meisterschaft Feldbogen
Bei besten Bedingungen fand die Niederbayerische Meisterschaft Feldbogen in Tiefenbach bei den Ohetaler Schützen Kirchberg v. Wald statt. Sonniges Wetter, angenehme Temperaturen und ein hervorragend vorbereiteter Parcours sorgten für ideale Voraussetzungen für die zahlreichen Bogenschützinnen und Bogenschützen aus ganz Niederbayern. Bereits am frühen Morgen starteten die Athleten und Athletinnen nach Gerätekontrolle und Einschießen in den anspruchsvollen Feldbogen-Parcours mit 24 Scheiben auf bekannten und unbekannten Entfernungen. Besonders stark vertreten war – wie bereits in den vergangenen Jahren – der TSV Natternberg, dessen Schützen und Schützinnen in sieben verschiedenen Klassen an den Start gingen und zahlreiche hervorragende Platzierungen erzielten.
Recurve Herren und Master
In der stark besetzten Klasse Recurve Herren konnte sich Michael Stockner mit 330 Ringen den ersten Platz und damit den Niederbayerischen Meistertitel sichern. Daniel Deininger erreichte mit 321 Ringen einen starken zweiten Platz. Raphael Maier belegte mit 303 Ringen Rang drei und komplettierte damit das reine Natternberger Siegerpodest. Auch die weiteren Schützen des TSV Natternberg überzeugten: Jürgen Altendorf kam mit 297 Ringen auf Platz vier, Tobias Heinrichsdobler belegte mit 277 Ringen Rang fünf und Denny Schröder erreichte mit 268 Ringen den sechsten Platz. In der Klasse Recurve Master sicherte sich Dieter Reithmeier mit hervorragenden 335 Ringen den ersten Platz und wurde Niederbayerischer Meister. Vereinskollege Horst Zeindl belegte bei seinem allerersten Feldbogenwettkampf mit 182 Ringen Rang zwei.
Recurve Jugend und Junioren/Juniorinnen
Starke Leistungen gab es auch in den verschiedenen Nachwuchsklassen, bei der Jungen und Mädchen in der Feldbogen-Disziplin gemeinsam gewertet werden. Ulrich Ketterl gewann in der Jugendklasse mit ausgezeichneten 357 Ringen souverän den Meistertitel. Quirin Liebner erreichte mit 335 Ringen Platz zwei. Bálint Zavaschi belegte mit 328 Ringen Rang drei. Sára Hučková erreichte mit 309 Ringen einen starken vierten Platz, dicht gefolgt von Alina Merker auf Rang fünf mit 306 Ringen. András Zavaschi holte mit 316 Ringen den ersten Platz in der gemischten Junioren-/ Juniorinnenklasse. Rebecca Beck sicherte sich mit 294 Ringen Rang zwei, während David Deininger mit 279 Ringen Dritter wurde.
Compound Herren und Master
Auch in den Compoundklassen war der TSV Natternberg erfolgreich vertreten. Florian Stadler erreichte mit hervorragenden 413 Ringen den ersten Platz in der Herrenklasse und wurde zum wiederholten Male Niederbayerischer Meister. Josef Pichlmeier belegte mit 348 Ringen den vierten Platz. Pichlmeier wechselte erst vor wenigen Monaten von Recurve auf Compund, letztes Jahr nahm er an der Meisterschaft noch in der Herrenklasse Recurve teil. In der Compound-Masterklasse erreichte Wladimir Schmidt mit 373 Ringen den ersten Platz und sicherte dem TSV Natternberg einen weiteren Meistertitel.
Blankbogen Master männlich
Christian Süß vertrat den TSV Natternberg in der Klasse Blankbogen Master männlich und zeigte ebenfalls eine solide Leistung auf dem anspruchsvollen Parcours – er erreichte mit 250 Ringen Platz 2.
Die Niederbayerische Meisterschaft 2026 war damit für den TSV Natternberg ein voller Erfolg. Zahlreiche Titel, Podestplätze und geschlossene Mannschaftsleistungen unterstreichen einmal mehr die hervorragende Nachwuchs- und Vereinsarbeit der Bogenschützen des TSV Natternberg. Besonders erfreulich war dabei die starke Präsenz der Jugend- und Juniorenschützen, die eindrucksvoll bewiesen, dass der Verein auch in Zukunft hervorragend aufgestellt ist. Besonders erfreulich: alle Natternberger Schützen und Schützinnen gingen gut vorbereitet an den Start und fast alle konnten sich direkt für die Bayerische Meisterschaft qualifizieren, die am 20./21. Juni ebenfalls in Kirchberg vorm Wald stattfinden wird. Lediglich Horst Zeindl – für den es das allererste Feldbogenturnier in seiner erst siebenmonatigen Bogensportkarriere war – muss noch etwas bangen bis die Limitzahlen in einigen Wochen veröffentlicht werden. Er beweist das es nie zu spät ist eine neue Sportart auszuprobieren.
Hier liegt die ganze Ergebnisliste der diesjährigen Bezirksmeisterschaft Feldbogen.
Deutsche Meisterschaft Halle
Vom 6. bis 8. März 2026 traf sich die deutsche Bogensport-Elite in Berlin zur Deutschen Meisterschaft Bogen Halle. Insgesamt wurden 27 Einzeltitel sowie sechs Mannschaftstitel vergeben. Neben erwarteten Favoritensiegen sorgten auch beeindruckende Nachwuchsleistungen für Aufsehen. Besonders ein junger Compound-Schütze prägte das Wochenende maßgeblich . Wir waren mit sieben qualifizierten Athletinnen und Athleten stark vertreten.
Simon Moritz dominiert die Compound-Konkurrenz
Für das sportliche Highlight nicht nur aus unserer Sicht sorgte Simon: Bei der DM in Berlin wurden im Compoundbereich die Junioren mit den Erwachsenenklassen zusammengelegt. Doch das störte ihn überhaupt nicht. Unser Jugend-Weltmeister aus dem vergangenen Jahr war vom ersten bis zum letzten Pfeil des Wettkampfes der dominierende Athlet. Bereits in der Qualifikation setzte er ein Ausrufezeichen: Mit 598 Ringen stellte er einen neuen deutschen Rekord auf und sicherte sich souverän Rang eins. Damit legte er den Grundstein für eine makellose Finalrunde.
Auch in den anschließenden K.o.-Duellen ließ er der nationalen Elite kaum eine Chance. Fabio Alex (ATSV Oberkotzau Bogen) besiegte er mit perfekten 150 Ringen, also einem komplett „vollen“ Finale – und erhöhte damit gleich einen zweiten deutschen Rekord! Anschließend setzte er sich gegen seinen Weltmeister-Teamkollegen Ruven Flüß (BSV Eppinghoven 1743 e.V) ebenfalls mit 150:148 durch. Im Halbfinale musste sich schließlich auch Paolo Kunsch (SSV Hohenacker) knapp mit 149:148 geschlagen geben. Im Finale gegen den überraschend ins Endduell eingezogenen Pascal Schmidt (1. BSC Gießen) präsentierte sich Moritz erneut in Bestform und sicherte sich mit erneut 150:146 souverän den Deutschen Meistertitel.
Die Zahlen seines Wettkampfes sind beeindruckend: 120 Pfeile, davon nur drei (!) außerhalb der Zehn – eine außergewöhnliche Leistung. „Das war absolut krass und ein geiles Gefühl! Es lief schon beim Einschießen ganz gut und nach den ersten fünf Passen und 149 Ringen habe ich mir schon gedacht: Das wird heute was!“ Simon war bereits am Freitag als erster Starter des TSV Natternberg im Einsatz und wurde vor Ort von seinen Eltern begleitet. Die übrigen Vereinskolleginnen und -kollegen, die a den Folgetagen in den Wettkampf starteten, kamen am späten Nachmittag in Berlin an und verfolgten die Finalrunden gespannt und fieberten mit.
Starker Nachwuchs in der Jugendklasse
Am Samstag standen die Wettbewerbe der Jugendklassen und Juniorenklassen Recurve auf dem Programm, in denen mehrere Natternberger Talente a den Start gingen. In der männlichen Jugendklasse Recurve zeigte Bálint Zavaschi eine starke Leistung. Mit 552 Ringen belegte er einen hervorragenden 9. Platz, sein Vereinskamerad Quirin Liebner erreichte mit 523 Ringen Platz 23. Alina Merker kam in der weiblichen Jugendklasse Recurve auf 537 Ringe und belegte damit Rang 13. Sára Hučková erreichte mit 507 Ringen Platz 22.
Da sich vier Natternberger Jugendliche für die Meisterschaft qualifiziert hatten, stellten wir auch ein Team für die Mannschaftswertung. In dieser fließen die Einzelergebnisse von drei Schützinnen oder Schützen zusammen – unabhängig vom Geschlecht. Für das Team wurden Sára, Bálint und Quirin ausgewählt. Gemeinsam erreichten sie einen sehr guten sechsten Platz in der bundesweiten Mannschaftswertung.
Dramatisches Finale bringt Bronze für András Zavaschi
Ein besonders spannender Wettkampf entwickelte sich in der Juniorenklasse Recurve mit András Zavaschi. Trotz einer Krankheit in der Woche vor der Meisterschaft zeigte er eine beeindruckende Leistung. Mit 563 Ringen belegte er zunächst Platz fünf in der Qualifikation und zog damit in die Finalrunde der besten Schützen ein. Im Achtelfinale traf er auf Elias Enanaa (SGes Bempflingen). Mit starken Passen von 30, 29 und 28 Ringen dominierte Zavaschi das Match klar und gewann 6:0. Im Viertelfinale wartete Louis Wahl (KKS Hüffenhardt). Auch hier präsentierte sich der Natternberger äußerst konstant und entschied das Duell mit Passen von 28, 30, 29 und 28 Ringen mit 6:2 für sich. Im Halbfinale traf er auf Phil Lüttmerding (SV Böddiger). Trotz sehr guter Passen von 27, 28, 29, 28 und 27 Ringen musste sich Zavaschi nach fünf Sätzen mit 3:7 geschlagen geben und zog damit ins Bronzemedaillenmatch ein.
Dort kam es zu einem echten Krimi gegen Jakob Seer (Kölner Klub für Bogensport). Nach zwei Passen lag András bereits 0:4 zurück und stand kurz vor der Niederlage. Doch er kämpfte sich eindrucksvoll zurück, verkürzte zunächst auf 2:4, dann auf 4:4. In der entscheidenden letzten Passe schossen beide Schützen 28 Ringe, wodurch es beim 5:5 zum Stechpfeil kam. Beide Athleten trafen die 10. Ein Kampfrichter musste schließlich exakt ausmessen, welcher Pfeil näher am Zentrum lag – von den Zuschauerplätzen aus war kein Unterschied zu erkennen. Das Ergebnis: András Pfeil lag nur 0,2 Millimeter näher am X, dem Mittelpunkt der Scheibe. Damit sicherte er sich dramatisch die Bronzemedaille. Betreut wurden sie an diesem Wettkampftag von Jens Schneider, unterstützt von Aurelia Liebner.
Solide Leistung zum Abschluss
Am Sonntag ging schließlich Hatice Kūbra Arslan in der Schülerinnenklasse A Recurve an den Start und bildete den Abschluss der Natternberger Teilnehmenden. Mit 509 Ringen belegte sie Platz 23. Zwar blieb sie damit unter ihrer persönlichen Saisonbestleistung von 538 Ringen, bewegte sich jedoch im Bereich ihrer konstanten Trainingsleistungen. Auch bei ihrem Wettkampf stand Jens als Betreuer zur Seite. Zudem waren Sára und Alina geblieben, um ihre Vereinskameradin lautstark anzufeuern.
Erfolgreiches Meisterschaftswochenende
Mit einem Deutschen Meistertitel, einer Bronzemedaille und mehreren starken Platzierungen präsentierte wir uns bei der Deutschen Meisterschaft in Berlin äußerst erfolgreich. Besonders die außergewöhnliche Leistung von Simon sowie die dramatisch erkämpfte Medaille von András machten das Wochenende zu einem Höhepunkt – und zeigen, dass unser Nachwuchs im deutschen Bogensport weiterhin ganz vorne mitmischt.
Hier findet sich die komplette Ergebnisliste der Meisterschaft und hier einige weitere Bilder.
Bayerische Meisterschaft Halle
Wir kehrten mit Top-Platzierungen und sieben Qualifikationen für die Deutsche Meisterschaft von der Bayerischen Meisterschaft in der Halle (05. bis 08. Februar) aus München zurück. Während 16 Leute am Wochenende um die begehrten Medaillen schossen, wurden Raphael Maier und András Zavaschi als Mitglieder unserer Bundesliga-Mannschaft durchgemeldet – denn am Samstag wurde parallel auch der höherwertige letzte Wettkampftag in der zweiten Bundesliga Süd in Karlsruhe ausgetragen.
Donnerstag
Bereits am Donnerstag, dem ersten von vier Wettkampftagen, sorgte Dieter Reithmeier in der Recurve-Masterklasse für einen starken Auftakt. In der ersten Hälfte des Wettkampfs schoss er noch etwas unausgewogen gute und schlechte Passen im Wechsel und lag zur Pause so noch auf Platz vier. In der zweiten Hälfte kämpfte er sich dann langsam aber stetig bis an die Spitze und schloss den Wettkampf mit beeindruckenden 560 Ringen und damit wohlverdient der ersten Goldmedaille des Wochenendes ab. Die Deutsche Meisterschaft überlässt er allerdings dieses Jahr dem Nachwuchsbereich des TSV Natternberg, er hätte zwar die erforderliche Limitringzahl locker erreicht, hat sich in diesem Jahr aber abgemeldet von der DM.
Freitag
Im Compound-Masterbereich zeigte am Tag darauf Wladimir Schmidt eine gute Performance, er belegte mit 560 Ringen den zwölften Platz. Diese Leistung reichte in diesem Jahr aber leider knapp nicht für das Ticket zur nationalen Meisterschaft. In der Compound-Juniorenklasse vertrat uns Simon Moritz er und erreichte ganz souverän unangefochten mit Neun Ringen Vorsprung den ersten Platz. Die Juniorenklasse wird bei der Deutschen in der Hallensaison in dieser Disziplin nicht ausgetragen, Simon hat sich aber mit seiner Ringzahl von 592 Ringen einen Platz unter den Compound Herren gesichert.
Samstag
Am Samstag starteten dann Michael Stockner (Platz 20, 545 Ringe), Jürgen Altendorf (Platz44, 521 Ringe) und Denny Schröder (Platz 62, 485 Ringe) in der Recurve-Herrenklasse. Mit ihren Platzierungen verpassten leider alle drei den Sprung in die Finalrunde. Ebenso sah es in der Juniorenklasse bei Ben Hankofer (Platz 10, 473 Ringe) und David Deininger (Platz 9, 475 Ringe) und Rebecca Beck (Platz 9, 487 Ringe) in der Juniorinnenklasse Recurve aus. Gemeinsam belegten sie Platz 10 (Michel, Jürgen und Ben) und Platz 13 (Rebecca, David und Denny) in der Teamwertung.
Parallel kam dann leider schlechte Nachricht aus der Bundesliga-Fraktion: Zwar konnte unser Team mit Dieter, Raphael, András, Bálint und Jens 4 Matche an dem Tag für sich entscheiden und einen Platz in der Wertung aufsteigen, dennoch reichte die Gesamtleistung über die vier Wettkampftage seit November 2025 insgesamt am Ende nur für Platz 7 und damit sind wir leider in die Regionalliga abgestiegen.
Sonntag
Am Sonntag starteten dann noch alle Schüler:innen und Jugendklassen bei der Bayerischen Meisterschaft, betreut wurden sie von Julius Krempl, Jens Schneider und Florian Stadler. In der Schülerklasse A weiblich trat Hatice Kūbra Arslan a die Schießline und belegte mit 525 Ringen Platz 9. Eine solide Leistung die jedoch etwas hinter ihren bisherigen Erfolgen der Hallensaison zurücklag. Daher nutzte sie ein neues Angebot des Deutschen Schützenbundes und reichte zur Ergebnisverbesserung ihr Ergebnis des rekordberechtigten Hallenturniers in Eggenfelden (538 Ringe) ein – und das hat sich gelohnt, denn sie darf sich nun auch über ihre erste Teilnahme an einer Deutschen Meisterschaft Halle freuen! Bei den männlichen Schüler A Recurve trat Sebastian Sterr an, für ihn war es die erste Bayerische Meisterschaft in der Halle in seiner zweieinhalbjährigen Bogenkarriere. Mit 515 Ringen belegte er dann gleich einen respektablen achten Platz und sammelte wertvolle Wettkampferfahrung auf Landesebene.
In der weiblichen Jugendklasse dominierte Sára Hučková das Teilnehmerfeld und holte sich mit herausragenden 536 Ringen mit sieben Ringen Vorsprung die Goldmedaille und eine Einzelqualifikation zur DM. Ihre Teamkollegin und gute Freundin Alina Merker schaffte es mit 520 Ringen ebenfalls aufs Siegerpodest, sie belegte Platz 3. Gemeinsam mit Bálint Zavaschi (549 Ringe, Platz 2) holten sie als Mannschaft die Goldmedaille mit herausragenden 69 Ringen Vorsprung. Ebenfalls in der Jugendklasse traten Quirin Liebner (541 Ringe, Platz 5) und Eduard Schröder (Platz 18, 404 Ringe) an. Die beiden hätten eigentlich zusammen mit Ulrich Ketterl eine zweite Mannschaft gebildet, letzterer fiel leider krankheitsbedingt aus.
Zusammenfassend haben unsere Schützen und Schützinnen in diesem Jahr drei Goldmedaillen, eine Silbermedaille und eine Bronzemedaille in der Einzelwertung und eine Goldmedaille in der Teamwertung gewinnen können. Und zur Deutschen Meisterschaft Halle, die Anfang März in Berlin stattfindet konnten sich Simon Moritz, András Zavaschi, Bálint Zavaschi, Alina Merker, Sára Hučkova, Quirin Liebner und Hatice Kūbra Arslan qualifizieren.
Wer noch mehr Bilder sehen möchte wird hier fündig und hier geht es zur kompletten Ergebnisliste der Landesmeisterschaft.
Zweiter Wettkampftag Bezirksklasse und Bezirksliga
Spannung bis zum letzten Pfeil herrschte am zweiten und entscheidenden Wettkampftag in der Bezirksklasse und Bezirksliga, bei dem wir mit jeweils einer Mannschaft antrat. Nach dem ersten Wettkampftag am 02.11.2025 in Aicha vorm Wald lagen beide Teams in ihrer jeweiligen Liga auf Rang drei – eine gute Ausgangssituation für den zweiten Wettkampftag in Eggenfelden. Betreut wurden die Mannschaften erneut von Jürgen Altendorf.
Bezirksklasse
Vormittags traten in der Bezirksklasse wie bereits am ersten Wettkampftag Andreas Hiergeist, Thomas Knödlseder und Tobias Heinrichsdobler an. Der Start gegen Riedlhütte verlief zunächst holprig: Nach der dritten Passe lagen wir noch mit vier Ringen zurück. Im vierten Durchgang schafften wir aber eine starke Aufholjagd und gewannen das erste Match mit einem Ring Vorsprung (190:189). Im zweiten Match zeigten sich unsere Schützen dann „warmgeschossen“ und erzielten mit 56 Ringen ihre persönliche Satzbestleistung. Das Match haben wir souverän mit 200:193 Ringen gewonnen. Auch das dritte Duell gegen Hunderdorf entschieden die Drei klar mit 178:140 Ringen für uns. Gegen die SG Hubertus Böhmzwiesel setzte es die erste Niederlage, da der Gegner mit 202 Ringen seine persönliche Tagesbestleistung abrief und so die Satzpunkte gewann.
Nach der Pause warteten die stärksten Mannschaften aus dem bisherigen Wettbewerb. Gegen die Gastgeber BS Eggenfelden, wie auch gegen die Schützen der OTS Aicha mussten wir uns dann auch leider erneut geschlagen geben. Im siebten und letzten Match des Tages gegen die Windhochschützen Solla ging es schließlich um die entscheidenden letzten Punkte, die über die endgültige Platzierung entschieden. Ein Sieg hätte Punktgleichheit bedeutet, wobei wir wegen der besseren Ringzahl im Vorteil gewesen wäre. Nach einem spannenden Verlauf endete das Match mit einem 178:178-Unentschieden.
Damit schließen Andi, Thomas und Tobias die Saison in der Bezirksklasse auf einem guten vierten Platz ab.
Bezirksliga
Unmittelbar im Anschluss folgten die Wettkämpfe der Bezirksliga. Hier traten wir ebenfalls in der gleichen Besetzung wie am ersten Tag mit Denny Schröder, Aurelia Liebner und Quirin Liebner an. Eine starke 55er-Passe zum Auftakt sorgte für einen optimalen Start. Die konstant guten Leistungen setzten sich fort, und das erste Match gewannen wir mit 212:205 Ringen souverän. Gegen die SK Hunderdorf steigerten wir uns weiter und gewannen mit herausragenden 220 von 240 möglichen Ringen. Leider schoss sich Quirin unter Druck am Arm an, weshalb Jürgen in den nächsten beiden Matches einsprang. Auch in dieser Aufstellung blieben wir erfolgreich und gewannen das dritte Match gegen BS Altdorf deutlich. Das vierte Match vor der Pause gegen den TSV Kirchdorf/Inn konnten wir ebenfalls klar für uns entschieden.
Nach der Pause wechselte wieder Quirin in die Besetzung ein. Im fünften Match gegen die Waldschützen Kirchdorf, die zu diesem Zeitpunkt auf Rang zwei lagen und uns am ersten Wettkampftag noch besiegt hatten, gelang ein überzeugender 215:205-Sieg. Damit rückten wir auf den zweiten Tabellenplatz vor. Auch gegen Tabellenführer und Gastgeber Eggenfelden zeigte unser Team eine konstante Leistung und gewann mit 218:200 Ringen. Im letzten Match gegen die Landshuter Bogenschützen galt es nochmals, die Konzentration hochzuhalten, da parallel das entscheidende Duell zwischen Eggenfelden und den Waldschützen Kirchdorf lief. Ein Sieg Kirchdorfs hätte uns bei Punktgleichheit aufgrund der besseren Ringzahl den Aufstieg beschert. Nach einem spannenden Verlauf gewann jedoch Eggenfelden dieses Match.
Wir entschieden unser letztes Match ebenfalls klar mit 220:178 Ringen für uns. Damit haben wir alle sieben Matches des Tages gewonnen und ein makelloses Punktekonto von 14:0 erreicht.
Auch wenn es am Ende „nur“ für Platz Zwei und damit nicht für den Aufstieg reichte, sind Quirin, Aurelia, Denny und natürlich auch Jürgen mit ihrer individuellen Leistung und der starken Teamperformance sehr zufrieden. Mit einem Ringdurchschnitt von 9,02 Ringen (maximal möglich sind 10 Ringe) pro Schuss setzte die Mannschaft ein deutliches Ausrufezeichen in der Bezirksliga.
Die weiteren Ergebnisse findet ihr hier für die Bezirksklasse und die Bezirksliga. Und hier gibt es ein paar Fotos vom ersten Wettkampftag.