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Bayerische Meisterschaft im Freien

Die Bayerische Meisterschaft Bogensport  im Freien auf der Olympia-Schießanlage in München, Hochbrück bot an drei Wettkampftagen erneut alles, was den Bogensport so faszinierend macht: hochklassige Leistungen, spannende und vor allem an diesem Wochenende sehr häufig Entscheidungen im Millimeterbereich und Wetterbedingungen, die den Schützinnen und Schützen viel abverlangten: Von strahlendem Sonnenschein bis hin zu kräftigen Wolkenbrüchen war alles dabei. Die ständig wechselnden Wind- und Lichtverhältnisse machten den Wettkampf zeitweise

zu einer echten Glückssache und verlangten den Teilnehmenden neben technischem Können auch mentale Stärke und die Fähigkeit sich immer wieder auf neue Bedingungen einzustellen ab. Mit insgesamt 22 teilnehmenden Schützinnen und Schützen stellte der TSV Natternberg eines der größten Teams bei der Bayerischen Meisterschaft. 

Freitag

Die Landesmeisterschaft begann am Freitag mit den beiden Master-Schützen Christian Süß und Dieter Reithmeier, die allerdings in unterschiedlichen Bogendisziplinen antraten. Für Christian Süß war die Teilnahme an der Landesmeisterschaft in der Blankbogenklasse eine seiner ersten auf Landesebene. Mit 521 Ringen erreichte er einen hervorragenden 22. Platz. Dieter Reithmeier hingegen nimmt bereits seit seiner Kindheit mit dem Recurvebogen an Wettkämpfen teil, er erreichte mit 595 Ringen den 14. Platz.

Samstag

Am Samstag stand Dieter Reithmeier gleich wieder am Bogenplatz in München, denn er betreute das Natternberger Team an diesem Tag. Wie die Recurve-Herren Michael Stockner (583 Ringe, Platz 23) und Raphael Maier (588 Ringe, Platz 20), die sich beide im starken Starterfeld (70 Schützen) behaupteten. Traditionell wird in Bayern in der Freiluftsaison neben den erwachsenen Recurve Schütz:innen nur bei den Jugendklassen eine Finalrunde geschossen, während die Junior:innen eine Finalrunde in der Hallensaison austragen. Bei András Zavaschi, David Deininger und Aurelia Liebner lag der Fokus daher ganz auf ihren Qualifikationsleistungen: In der Recurve Juniorenklasse errang András mit einem soliden Ergebnis von 544 Ringen die Bronzemedaille, und David (459 Ringe) erreichte Platz 8. Bei den Recurve Juniorinnen holte Aurelia (503 Ringe) den 5. Platz. 

In der Klasse Jugend männlich Recurve standen 4 Schützen des TSV Natternberg an der Schießlinie: Vojin Duric belegte mit 440 Ringen den 37. Platz auf seiner ersten Bayerischen Meisterschaft. Quirin Liebner erreichte mit 582 Ringen den 10. Platz und verpasste nur um wenige Ringe den Finaleinzug. 

Bálint Zavaschi (595 Ringe, Platz 8) und Ulrich Ketterl (623 Ringe, Platz 2) waren nach der Qualifikation beide in unter den Top 8 und schafften so den Sprung in die Finalrunden. Dort lieferte sich Bálint im 1/4-Finale ein enges Match gegen den Erstplatzierten, das nach einem Unentschieden in einem Stechpfeil endete. Beide Schützen schossen eine 9, der Pfeil von Bálint war jedoch wenige Millimeter weiter vom Zentrum der Auflage entfernt und so war der Wettkampf für ihn an dieser Stelle beendet. Besser lief es bei Ketterl: Das Match im Viertelfinale gewann er souverän, erst im Halbfinale musste er sich dann leider geschlagen geben und schoss so im „kleinen Finale“ um die Bronzemedaille. Dieses Match gegen Maximilian Jochmann des BC Ismaning (Bálints Gegner aus dem 1/4-Finale) endete ebenfalls wieder unentschieden. So musste auch hier ein Stechpfeil entscheiden: Erneut schossen alle Beteiligten eine 9, dieses Mal war es jedoch Ulrichs Pfeil der Näher in der Mitte landete und so gewann Ulrich Ketterl eine weitere Bronzemedaille.

In der Klasse Jugend weiblich Recurve positionierten sich in diesem Jahr Alina Merker mit 595 Ringen auf Platz 4 und Sára Hučková mit 573 Ringen auf Platz 5. Beide zogen damit souverän in die Finals ein, trafen aber leider gleich in der ersten Finalrunde aufeinander. Dieses Match konnte Sára für sich entscheiden und so ins Halbfinale und anschließend ins kleine Medaillenmatch einziehen. Dort machte sie es (betreut von Vereinskollegin Alina als Coach) denkbar spannend: Wie auch schon bereits bei Bálint und Ulrich endete ihr Match unentschieden mit 5:5 Punkten und ein einziger Pfeil musste über die Gewinnerin entscheiden. Beide Schützinnen schossen eine 7 und ein Kampfrichter musste den Abstand zum Zentrum nachmessen. Denkbar knapp verlor Sára Hučková um gerade einmal 5 Millimeter und gewann so den 4. Platz. In der gemeinsamen Teamwertung gewannen Zavaschi, Ketterl und Liebner unangefochten die Goldmedaille und Ðurić, Merker und Hučková erreichten den 5. Platz. 

Sonntag

Siegerehrung Schüler A Compound, 1.vl: Sebastien Sterr In den Schüler:innenklassen A sorgten Hatice Arslan (632 Ringe, Platz 3), Antonia Weinberger (564 Ringe, Platz 17), Kateryna Petrova (525 Ringe, Platz 25), Vincent Hausinger (591 Ringe, Platz 12) und Paul Zettler (540 Ringe, Platz 22) für ein starkes Gesamtergebnis. In der gemeinsamen Mannschaftswertung belegten Vincent, Hatice und Kateryna den dritten Platz. Sebastian Sterr nahm im vergangenen Jahr noch mit dem Recurvebogen teil, wechselte in der Wintersaison allerdings auf Compound und qualifizierte sich prompt gleich in der neuen Bogendisziplin. Er gewann mit sehr starken 619 Ringen die Silbermedaille in der Klasse Compound Schüler A.

Während in der Juniorenklasse Compound für Julius Krempl 625 Ringe für die Bronzemedaille reichten, bedeuteten nur zwei Ringe weniger in der Herrenklasse Compound Platz 29 für Jens Schneider. Deutlich besser lief es für Titelfavorit Florian Stadler (ebenfalls Herrenklasse Compound), er stand mit 699 Ringen nach der Qualifikationsrunde nach einem engen Kopf an Kopf Rennen mit Florian Grafmans der Schützengilde Kleinlangheim auf Platz Eins. 

Allerdings war nicht er der Schütze, der im Halbfinale Florian Stadler ins Bronzefinale schickte, sondern Thomas Nibbe (BCI Hergolding). Dieser hatte wie Florian Stadler 144 Ringe erzielt und setzte sich im Stechen durch. Florian Grafmans hatte seinerseits Valentin Wolf (TSV Bay-reuth) im Halbfinale mit 147 : 141 Ringen aus dem Goldrennen genommen. Damit standen sich Florian Stadler und Valentin Wolf im Match um Bronze gegenüber, bei dem sich der favorisierte Florian mit 144 : 141 Ringen durchsetzte und eine abschließende Medaille an diesem Wochenende für den TSV Natternberg mit nach Hause holte.

Finalrunde Recurve: https://www.youtube.com/live/IVwYx6hwzZ4?is=hVBeQcvKZXT8E_IV
Finalrunde Compound: https://www.youtube.com/live/OkEcKXzQYl4?is=o1H5CPSbzwRXfQ1W

Und hier geht es zur Gesamtergebnisliste und unserer Bildergalerie.

Vereinsmeisterschaft und Gaumeisterschaft

 

Viele Starter und Starterinnen

Auf unserem vereinseigenen Trainingsplatz in Natternberg fanden auch in diesem Jahr die Vereinsmeisterschaft sowie die Gaumeisterschaft im Freien nach dem Regelwerk WA720 statt. 
Dabei absolvieren die Teilnehmenden – abhängig von Altersklasse und Bogenart – insgesamt 72 Wertungspfeile, die in zwölf Passen zu je sechs Pfeilen geschossen werden. Daraus ergibt sich eine maximale Ringzahl von 720. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer stellten dabei ihr Können auf den unterschiedlichen Wettkampfdistanzen eindrucksvoll unter Beweis.
 
Bei der Vereinsmeisterschaft am 16. Mai gingen bei windigem, aber sonnigen Wetter insgesamt 47 Bogenschützinnen und Bogenschützen an den Start. 
Die guten Ergebnisse zeigten bereits frühzeitig, dass unsere Leute bestens auf die bevorstehende Meisterschaftssaison vorbereitet sind.
 
Zwei Wochen später später wurde am 30. Mai auf derselben Anlage die Gaumeisterschaft ausgetragen. Bei etwas ruhigerem Wetter stellten sich 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Herausforderung und kämpften um die Titel in ihren jeweiligen Klassen.
 

Compound

Besonders erfreulich verlief die Meisterschaft für mehrere Schütz:innen, die erstmals nach dem Wechsel auf den Compoundbogen an den Start gingen. Josef Pichlmeier überzeugte mit starken 632 Ringen und belegte damit Rang drei in der Klasse Compound Herren. Sebastian Sterr erreichte bei seiner ersten Teilnahme in der Klasse Compound Schüler A hervorragende 631 Ringe und sicherte sich den ersten Platz. Auch Stephanie Lenk meisterte ihre Premiere mit dem Compoundbogen erfolgreich und erzielte 554 Ringe, womit sie den zweiten Platz bei den Compound Damen belegte.
 

Nachwuchsklassen

Bemerkenswert waren zudem die Leistungssteigerungen einiger Nachwuchs- und Vereinsschütz:innen gegenüber dem Vorjahr. Den größten Sprung machte Kateryna Petrova, die sich um beeindruckende 238 Ringe verbesserte. Ebenfalls deutlich zulegen konnten Vincent Hausinger (+137 Ringe), Hatice Arslan (+98 Ringe), Ulrich Ketterl (+66 Ringe) sowie Agnes Hain (+64 Ringe). Auch Johannes Lenk zeigte eine erfreuliche Entwicklung und konnte seine Leistungen im Vergleich zum Vorjahr deutlich steigern.
 
Zu den besten Ergebnissen der Gaumeisterschaft zählten unter anderem Simon Moritz, der in der Klasse Compound Junioren mit 713 Ringen die Tagesbestleistung erzielte, sowie Florian Stadler, der bei den Compound Herren mit 701 Ringen dominierte. Im Recurvebereich überzeugten Dieter Reithmeier mit 632 Ringen bei den Recurve Masters und Rebecca Beck, die sich mit 607 Ringen den ersten Platz bei den Recurve Juniorinnen sicherte. Im Nachwuchsbereich beeindruckten Hatice Arslan mit 632 Ringen bei den Recurve Schülerinnen A, Vincent Hausinger mit 598 Ringen bei den Recurve Schülern A sowie Agnes Hain, die bei den Recurve Schülerinnen C 512 Ringe erreichte. Im Blankbogenbereich glänzte der Neuzugang Christian Süß bei seiner ersten Gaumeisterschaft im Freien mit herausragenden 543 Ringen.
 
 Die hohe Beteiligung, die zahlreichen persönlichen Bestleistungen und die sichtbaren Fortschritte vieler Schützinnen und Schützen unterstreichen unsere erfolgreiche Nachwuchs- und Trainingsarbeit. Mit diesen Ergebnissen blicken wir optimistisch auf die kommenden Bezirks- und Landesmeisterschaften.

Bezirksmeisterschaft im Freien

NBM-im-Freien-2026-19Wenn am Ende Medaillen gefeiert werden, geraten diejenigen oft in den Hintergrund, die diesen Erfolg erst möglich machen. Die Niederbayerischen Meisterschaften Bogenschießen im Freien in Ergolding zeigten nämlich auch die hervorragende Arbeit der vielen ehrenamtlichen Trainerinnen und Trainer unserer Sparte. Mit 27 Starterinnen und Startern, einer Altersspanne von 8 bis 68 Jahren sowie Teilnehmern in den Bogenklassen Recurve, Compound und Blankbogen präsentiertn wir uns in unserer ganzen Breite. Die Mischung aus Nachwuchstalenten, erfahrenen Schützinnen und Schützen sowie einer außergewöhnlich großen Zahl qualifizierter Betreuer zahlte sich eindrucksvoll aus: Insgesamt 19 Medaillen in den Einzelwertungen und 6 Mannschaftserfolge unterstrichen unsere Leistungsstärke. Die äußeren Bedingungen verlangten den Teilnehmenden einiges ab. Die Temperaturen kletterten weit über „angenehm warm“ hinaus und zusätzlich machte ein teils kräftiger, böiger Wind das Zielen schwierig. Umso bemerkenswerter waren die Leistungen der Schützinnen und Schützen.

In der Herrenklasse Recurve lieferten sich Raphael Maier und Tobias Heinrichsdobler ein vereinsinternes Kopf-an-Kopf-Rennen. Maier verteidigte seinen knappen Vorsprung aus der ersten Hälfte und gewann mit 555 Ringen Bronze vor Heinrichsdobler, der mit 552 Ringen Vierter wurde. Ebenfalls ein hervorragendes Ergebnis erzielte Jürgen Altendorf, der mit 544 Ringen Rang sechs belegte.

Horst Zeindl bei der Bezirksmeisterschaft Bogenschießen im FreienNach einer für ihn ungewohnt schwachen Auftaktpasse schien für Dieter Reithmeier eine Spitzenplatzierung in der Klasse Recurve Master zunächst außer Reichweite. Doch mit seiner Erfahrung kämpfte er sich Ring um Ring zurück und sicherte sich am Ende mit starken 590 Ringen die Silbermedaille. In der Klasse Recurve Senioren belegte Horst Zeindl mit 497 Ringen Platz zehn. Der Quereinsteiger hat das Bogenschießen erst vor kurzer Zeit für sich entdeckt und gehört zu mehreren Neumitgliedern, die bereits erfolgreich Wettkampfluft schnuppern– ein schönes Beispiel dafür, dass der Einstieg in den Bogensport in jedem Alter möglich ist.

Für einen Doppelerfolg sorgten Vincent Hausinger und Paul Zettler bei den Recurve-Schülern A. Mit 543 beziehungsweise 538 Ringen gewannen sie Silber und Bronze. Noch deutlicher fiel der Sieg von Hatice Arslan bei den Schülerinnen A aus. Mit herausragenden 622 Ringen gewann sie Gold und hatte am Ende 37 Ringe Vorsprung auf die Konkurrenz. Kateryna Petrova (566 Ringe) wurde Vierte, Antonia Weinberger (516 Ringe) Fünfte. In der jüngsten Altersklasse bei den Schülerinnen C durfte sich Agnes Hain über die Goldmedaille freuen. In ihrer Altersklasse wird nur die erste der zwei Runden mit je 36 Pfeilen geschossen, in der sie 245 Ringe erreichte und damit den ersten Platz belegte.

Agnes Hain bei der Bezirksmeisterschaft Bogenschießen im FreienBesonders erfolgreich verlief der Wettkampf in der Jugendklasse. Bei den männlichen Recurve-Jugendlichen gingen alle drei Podestplätze an den TSV Natternberg: Ulrich Ketterl gewann mit 619 Ringen vor Quirin Liebner (581 Ringe) und Bálint Zavaschi (567 Ringe). Vojin Ðurić erreichte bei seiner ersten Niederbayerischen Meisterschaft mit 342 Ringen einen respektablen fünften Platz. Auch die weibliche Jugend war fest in Natternberger Hand. Sára Hučková gewann mit 586 Ringen Gold, Alina Merker mit 537 Ringen Silber.

In der Juniorenklasse holte András Zavaschi mit 579 Ringen den Titel, David Deininger (480 Ringe) gewann Bronze. Bei den Juniorinnen gelang ein weiterer Doppelsieg durch Rebecca Beck (546 Ringe, Gold) und Aurelia Liebner (529 Ringe, Silber).

Im Compoundbogen erreichte Josef Pichlmeier mit 597 Ringen Platz sieben. Bei den Compound-Damen entwickelte sich ein spannendes Rennen um den Titel. Stephanie Lenk lag zur Halbzeit noch 13 Ringe hinter der führenden Schützin zurück, kämpfte sich jedoch beeindruckend heran und musste sich am Ende mit 547 Ringen nur um einen einzigen Ring geschlagen geben, sie gewann wohlverdient den 2. Platz. In der Compound-Masterklasse erreichte Wladimir Schmidt mit 631 Ringen den dritten Platz. Bitter: Zur Qualifikation für die Bayerische Landesmeisterschaft fehlten ihm lediglich drei Ringe. Nach mehreren aufeinanderfolgenden Teilnahmen auf Landesebene riss seine Serie damit denkbar knapp.

Für das dominierendste Ergebnis des Tages sorgte wohl Sebastian Sterr: Mit 644 Ringen gewann er die Klasse Compound Schüler A mit beeindruckenden 61 Ringen Vorsprung. Im Blankbogen belegte Andreas Hiergeist bei den Herren Platz vier mit 412 Ringen. Christian Süß gewann bei den Mastern mit 515 Ringen die Silbermedaille.

Nicht alle Qualifizierten standen bei der Bezirksmeisterschaft selbst an der Schießlinie: Florian Stadler und Jens Schneider begleiteten den gesamten Wettkampftag ( über 12 Stunden) ehrenamtlich als Trainer und Betreuer. Ebenfalls direkt mit ihren Ergebnissen der Gaumeisterschaft zur Bayerischen Meisterschaft gemeldet hatten sich Michael StocknerBen HankoferSimon Moritz und Julius KremplMichael Hainunterstützte am Nachmittag als Trainer, und Dieter Reithmeier blieb nach seinem Silbergewinn  am Vormittag ebenfalls als Trainer vor Ort. Dieses Engagement im Hintergrund war ein wichtiger Baustein für die vielen Erfolge.

Erfolgreich waren auch die Mannschaften:

  • 1. Platz Compound Erwachsene: Wladimir Schmidt, Josef Pichlmeier, Stephanie Lenk (1775 Ringe)
  • 1. Platz Recurve Schüler A: Hatice Kūbra Arslan, Kateryna Petrova, Vincent Hausinger (1731 Ringe)
  • 1. Platz Recurve Jugend: Ulrich Ketterl, Quirin Liebner, Bálint Zavaschi (1767 Ringe)
  • 2. Platz Recurve Jugend: Sára Hučková, Alina Merker, Vojin Ðurić (1465 Ringe)
  • 2. Platz Recurve Erwachsene: András Zavaschi, Rebecca Beck, Aurelia Liebner (1654 Ringe, ringgleich mit Platz 1 – entschieden durch die Anzahl der Zehner)
  • 3. Platz Recurve Erwachsene: Raphael Maier, Tobias Heinrichsdobler, Jürgen Altendorf (1651 Ringe)

Nun wartet mit den Bayerischen Meisterschaften im Juli die nächste Herausforderung. Mit voraussichtlich 25 qualifizierten Starterinnen und Startern wird der TSV Natternberg dort nochmals stärker vertreten sein als bereits in den vergangenen Jahren (22 und 20 Teilnehmenden).

Hier geht es zur ganzen Ergebnisliste und hier zu mehr Bildern der Niederbayerischen Meisterschaft im Freien.

Weltrekord durch Simon Moritz bei der ersten Rangliste im Freien 2026!

Zur ersten Rangliste des Deutschen Schützenbundes in der Disziplin Bogenschießen in München, Garching Hochbrück waren Alina Merker, Sára Hučková und Simon Moritz vom TSV Natternberg eingeladen. 

Und Simon sorgte an dem Wochenende für nicht nur bei uns sondern gleich für internationales Aufsehen: Denn er stellte einen neuen Compound U21-Weltrekord auf!

Bereits zum Auftakt des ersten Ranglistenwettkampfes der Freiluftsaison zeigte Simon seine außergewöhnliche Form. Letztes Jahr wurde er  ´Jugendweltmeister, nun startet er in seinem ersten Jahr in der Juniorenklasse. Er gehört aktuell sowohl dem Bayernkader Compound als auch dem DSB-Kader an und er dominierte die Konkurrenz bei diesem Wettkampf von Beginn an. Mit starken 705 Ringen sicherte er sich am Freitag souverän Platz eins der ersten Qualifikation. Was anschließend folgte, war selbst auf höchstem internationalen Niveau außergewöhnlich. In der Matchrunde gewann Simon alle fünf Begegnungen mit 149:140, 150:134, 150:147, 148:146 und 149:145. Über alle 72 Wertungspfeile erzielte er dabei einen unglaublichen Ringschnitt von 9,95 Ringen pro Pfeil – hochgerechnet 716 Ringe auf eine komplette Qualifikationsrunde.

Bereits am ersten Wettkampftag hatte Simon damit ein Ergebnis auf Weltrekordniveau geschossen. Da Weltrekorde jedoch ausschließlich in offiziellen Finalrunden anerkannt werden, blieb diese Leistung zunächst noch ohne offiziellen Rekordstatus. Am Samstag bestätigte er seine Ausnahmeform eindrucksvoll. Mit herausragenden 713 Ringen gewann er auch die zweite Qualifikation deutlich. In der anschließenden Finalrunde ließ Simon keinerlei Zweifel mehr an seiner Überlegenheit aufkommen. Nach einem Freilos im Viertelfinale, bei dem er für die Ringschnittwertung dennoch starke 146 Ringe schoss, folgte im Halbfinale der nächste Glanzauftritt mit perfekten 150:147 Ringen.

Im Finale setzte Simon schließlich den krönenden Schlusspunkt unter ein außergewöhnliches Wochenende. Mit perfekten 150 Ringen schoss er das Finalmatch auf 50 Meter erneut mit allen 15 Pfeilen in die Zehn – mehr Ringe sind im Compoundbogen nicht möglich. Entscheidend für den neuen Weltrekord war deshalb die sogenannte X-Wertung, also Treffer im absolut innersten Zentrum der Zehn. Mit 11 X verbesserte Simon den bisherigen U21-Weltrekord des US-Amerikaners David Houser vom Juli 2014, der ebenfalls bei 150 Ringen, jedoch mit 10 X gelegen hatte.

Damit hält Simon nun offiziell den Weltrekord für ein Compound-U21-Finalmatch über 15 Pfeile auf 50 Meter. Die Leistung wurde anschließend auch offiziell von der World Archery Federation bestätigt. Der Weltverband sprach von einer „perfekten Vorstellung“ des deutschen Nachwuchsschützen. Simon selbst sagte nach seinem Rekordauftritt: „Das war ein perfekter Tag“.

Auch zwei Nachwuchs-Recurve-Schützinnen des TSV Natternberg präsentierten sich bei der ersten Rangliste in starker Form: In der Jugendklasse weiblich gingen Alina und Sára für den Bayernkader an den Start und behaupteten sich in einem leistungsstarken Teilnehmerfeld. Sára erreichte in der ersten Qualifikation mit 587 Ringen einen starken 10. Platz und belegte in der zweiten Qualifikation Rang 17. Alina überzeugte mit konstanten Leistungen und erreichte mit 579 sowie 585 Ringen jeweils den 12. Platz.

 

Niederbayerische Meisterschaft Feldbogen

Bei besten Bedingungen fand die Niederbayerische Meisterschaft Feldbogen in Tiefenbach bei den Ohetaler Schützen Kirchberg v. Wald statt. Sonniges Wetter, angenehme Temperaturen und ein hervorragend vorbereiteter Parcours sorgten für ideale Voraussetzungen für die zahlreichen Bogenschützinnen und Bogenschützen aus ganz Niederbayern. Bereits am frühen Morgen starteten die Athleten und Athletinnen nach Gerätekontrolle und Einschießen in den anspruchsvollen Feldbogen-Parcours mit 24 Scheiben auf bekannten und unbekannten Entfernungen. Besonders stark vertreten war – wie bereits in den vergangenen Jahren – der TSV Natternberg, dessen Schützen und Schützinnen in sieben verschiedenen Klassen an den Start gingen und zahlreiche hervorragende Platzierungen erzielten.

Recurve Herren und Master
In der stark besetzten Klasse Recurve Herren konnte sich Michael Stockner mit 330 Ringen den ersten Platz und damit den Niederbayerischen Meistertitel sichern. Daniel Deininger erreichte mit 321 Ringen einen starken zweiten Platz. Raphael Maier belegte mit 303 Ringen Rang drei und komplettierte damit das reine Natternberger Siegerpodest. Auch die weiteren Schützen des TSV Natternberg überzeugten: Jürgen Altendorf kam mit 297 Ringen auf Platz vier, Tobias Heinrichsdobler belegte mit 277 Ringen Rang fünf und Denny Schröder erreichte mit 268 Ringen den sechsten Platz. In der Klasse Recurve Master sicherte sich Dieter Reithmeier mit hervorragenden 335 Ringen den ersten Platz und wurde Niederbayerischer Meister. Vereinskollege Horst Zeindl belegte bei seinem allerersten Feldbogenwettkampf mit 182 Ringen Rang zwei.

Recurve Jugend und Junioren/Juniorinnen
Starke Leistungen gab es auch in den verschiedenen Nachwuchsklassen, bei der Jungen und Mädchen in der Feldbogen-Disziplin gemeinsam gewertet werden. Ulrich Ketterl gewann in der Jugendklasse mit ausgezeichneten 357 Ringen souverän den Meistertitel. Quirin Liebner erreichte mit 335 Ringen Platz zwei. Bálint Zavaschi belegte mit 328 Ringen Rang drei. Sára Hučková erreichte mit 309 Ringen einen starken vierten Platz, dicht gefolgt von Alina Merker auf Rang fünf mit 306 Ringen. András Zavaschi holte mit 316 Ringen den ersten Platz in der gemischten Junioren-/ Juniorinnenklasse. Rebecca Beck sicherte sich mit 294 Ringen Rang zwei, während David Deininger mit 279 Ringen Dritter wurde.

Compound Herren und Master
Auch in den Compoundklassen war der TSV Natternberg erfolgreich vertreten. Florian Stadler erreichte mit hervorragenden 413 Ringen den ersten Platz in der Herrenklasse und wurde zum wiederholten Male Niederbayerischer Meister. Josef Pichlmeier belegte mit 348 Ringen den vierten Platz. Pichlmeier wechselte erst vor wenigen Monaten von Recurve auf Compund, letztes Jahr nahm er an der Meisterschaft noch in der Herrenklasse Recurve teil. In der Compound-Masterklasse erreichte Wladimir Schmidt mit 373 Ringen den ersten Platz und sicherte dem TSV Natternberg einen weiteren Meistertitel.

Blankbogen Master männlich
Christian Süß vertrat den TSV Natternberg in der Klasse Blankbogen Master männlich und zeigte ebenfalls eine solide Leistung auf dem anspruchsvollen Parcours – er erreichte mit 250 Ringen Platz 2.

Die Niederbayerische Meisterschaft 2026 war damit für den TSV Natternberg ein voller Erfolg. Zahlreiche Titel, Podestplätze und geschlossene Mannschaftsleistungen unterstreichen einmal mehr die hervorragende Nachwuchs- und Vereinsarbeit der Bogenschützen des TSV Natternberg. Besonders erfreulich war dabei die starke Präsenz der Jugend- und Juniorenschützen, die eindrucksvoll bewiesen, dass der Verein auch in Zukunft hervorragend aufgestellt ist. Besonders erfreulich: alle Natternberger Schützen und Schützinnen gingen gut vorbereitet an den Start und fast alle konnten sich direkt für die Bayerische Meisterschaft qualifizieren, die am 20./21. Juni ebenfalls in Kirchberg vorm Wald stattfinden wird. Lediglich Horst Zeindl – für den es das  allererste Feldbogenturnier in seiner erst siebenmonatigen Bogensportkarriere war – muss noch etwas bangen bis die Limitzahlen in einigen Wochen veröffentlicht werden. Er beweist das es nie zu spät ist eine neue Sportart auszuprobieren. 

Hier liegt die ganze Ergebnisliste der diesjährigen Bezirksmeisterschaft Feldbogen.

Deutsche Meisterschaft im Freien


Zwei Einzel- und zwei Mannschaftsmedaillen für den TSV Natternberg bei der Deutschen Meisterschaft im Freien

Vom 5. bis 7. September 2025 fand in Wiesbaden die Deutsche Meisterschaft im Bogenschießen im Freien statt. Bei meist sonnigem, aber teils windigem Wetter traten die besten Schützinnen und Schützen Deutschlands gegeneinander an. Der TSV Natternberg war betreut von Alexandra (und Sohn Robin) Stadler und Jens Schneider mit einer starken Mannschaft von zehn Schützen und Schützinnen vertreten und konnte zahlreiche Spitzenplatzierungen erzielen.

Starke Auftritte in den Jugend- und Schülerklassen

Aurelia Liebner freute sich sehr darüber, dass sie nach der Deutschen Meisterschaft Feldbogen vor vier Wochen auch an der Deutschen Meisterschaft im Freien teilnehmen durfte. Mit 576 Ringen schaffte sie es in der Jugendklasse Recurve weiblich ins obere Mittelfeld – nur 5 Ringe trennten sie vom Einzug ins Achtelfinale. „So ein Final-Match hätte ich auch gerne noch geschossen, aber ich bin mit meiner Leistung eigentlich recht zufrieden. Hoffentlich schaffe ich das dann nächstes Jahr“, so Aurelia nach dem Wettkampf.

In der Jugendklasse Recurve männlich konnte Bálint Zavaschi nach einer überzeugenden Qualifikationsrunde mit 632 Ringen im Achtelfinale Jannis Robert vom SV Benediktushof Reken mit 6:0 besiegen. Im Viertelfinale musste er sich jedoch Emil Sperber vom SV Mönkeberg geschlagen geben – der spätere Deutsche Meister war an diesem Tag einfach nicht zu schlagen. Sein Bruder András Zavaschi verpasste mit 603 Ringen nur um drei Ringe den Einzug ins Achtelfinale.

Bei den Schülern A belegte Quirin Liebner mit 651 Ringen einen starken 4. Platz. In derselben Altersklasse der Mädchen erreichten Sára Hučkova (5. Platz, 657 Ringe) und Alina Merker (8. Platz, 648 Ringe) ebenfalls Spitzenplatzierungen. Hatice Arslan startete wegen einer Mannschaftsummeldung leider außer Konkurrenz – sie hätte mit 567 Ringen den 22. Platz belegt.

Erfolgreiche Mannschaftswertungen

Besonders erfreulich: In der Mannschaftswertung sicherten sich Sára Hučkova, Alina Merker und Quirin Liebner in der Klasse Recurve Schüler A den 2. Platz. Und das Jugendteam mit Aurelia Liebner, András und Bálint Zavaschi gewann ebenfalls die Silbermedaille. 

Starke Leistungen auch in den weiteren Klassen

Rebecca Beck schaffte bei den Recurve-Juniorinnen mit 562 Ringen den Sprung in die Finalrunden, musste sich dann jedoch bereits im Achtelfinale Melina Koepper vom BSC BB-Berlin geschlagen geben.

Im Compoundbereich sorgten Simon Moritz und Florian Stadler für Furore. Simon Moritz, erst vor zwei Wochen frisch gekürter U18-Weltmeister in Kanada, setzte seine Siegesserie fort und gewann mit 691 Ringen souverän die Goldmedaille in der Jugendklasse Compound.

Florian Stadler startete in der Herrenklasse Compound und lieferte ein packendes Turnier: Nach einer starken Qualifikationsrunde mit 693 Ringen gewann er im Achtelfinale mit 147:140 gegen Alexander Böing (VfL Ahaus). Im Viertelfinale setzte er sich knapp mit 145:143 gegen Ruven Flüß durch, der zwei Wochen zuvor Weltmeister U21 geworden war. Das Halbfinale fand am folgenden Tag zuschauerfreundlich am Bowling Green in der Innenstadt von Wiesbaden statt. In diesem besiegte er Lars Klingner (TSV Lindenberg) deutlich mit 144:136. Und im spannenden Goldfinale, fehlte ihm dann nur ein einziger Ring gegen Leon Hollas vom Dresdner Bogenschützenverein – 144:145 hieß es am Ende, und so gewann Florian Silber.

Anerkennung und Ausblick

Der Deutsche Schützenbund ehrte uns außerdem für unsere herausragende Jugendarbeit – ein Beweis für die engagierte Vereinsarbeit und die kontinuierliche Nachwuchsförderung. Für Florian geht die Saison noch weiter: Ab dem 15. September startet er für Deutschland bei der Europameisterschaft im Feldbogenschießen in Polen.

Danke an Eckhard Frerichs für die vielen tollen Bilder. Hier findet ihr die Gesamt-Ergebnisliste der Deutschen Meisterschaft und hier könnt ihr Florians Medaillenmatch (ab 2:29:00) ansehen: Sporteurope.tv

Junioren-Weltmeisterschaft in Kanada

Junioren-WM in Winnipeg: Simon Moritz wird sensationell Weltmeister im Compound U18!

Eine außergewöhnliche Leistung gelang Simon bei seinem WM-Debüt: Im kanadischen Winnipeg (17.-24. August 2025) holte er im Einzelwettbewerb die Goldmedaille im Compound U18 und krönte somit seine beeindruckende Saison mit dem höchsten Titel. 

Starker Start – souveräne Qualifikation

Bereits bei der Qualifikation setzte Simon ein deutliches Ausrufezeichen. Mit solider Schießleistung zog er unter die besten Schützen – 681 Ringe reichten für Rang 7 in einem starken Teilnehmerfeld. Ein Auftakt, der die Basis für seinen späteren Erfolg legte.

Nervenstärke unter schwierigen Bedingungen

Das Turnier begann mit anspruchsvollen äußeren Bedingungen: Regen und Wind verlangten den jungen Athleten und Athletinnen alles ab. Simon zeigte sich davon unbeeindruckt. In der Vorrunde kämpfte er sich zielsicher von Platz 22 in der ersten Hälfte bis hoch  in die Top 8 – mit einer bemerkenswerten Präzision und ruhiger Konzentration. Im Viertelfinale setzte er sich knapp mit 146:145 gegen Mohit Dagar aus Indien durch. Im Halbfinale ließ Simon seinem Gegner aus Taiwan keine Chance und gewann klar mit 140:130. Finalgegner war der an Position eins gesetzte Hector McNeilly aus Neuseeland. In einem beeindruckenden Duell machte Simon von Anfang an seine Souveränität deutlich: Mit starken Passen (unter anderem 30:29 und 29:28) baute er seinen Vorsprung konsequent aus. Ein Misserfolg des Gegners im dritten Passe gab ihm zusätzliche Sicherheit – am Ende stand ein souveränes 139:130 und der Titel des Weltmeisters. „Ich wollte eigentlich nur dabei sein, Spaß haben und mich nicht blamieren. Und jetzt bin ich Weltmeister“, so Simon nach dem Finale voller Fassungslosigkeit und Freude.

Erfolg auf ganzer Linie – Mixed Team knapp am Podium vorbei

Auch im Compound Mixed Team U18 zeigte Simon zusammen mit Leoni Dorfner eine bärenstarke Leistung: Nach Platz 7 in der Qualifikation gewinnen sie gemeinsam das 1/8-Finale gegen Australien und müssen sich erst im 1/4-Finale knapp dem amerikanischen Team geschlagen geben.

Historischer Triumph und große Perspektiven

Mit diesem Gold-Medaillengewinn sorgte Simon für das beste Einzel-Abschneiden eines deutschen Compound-Nachwuchsschützen in der Geschichte der Junioren-Weltmeisterschaften – und das bereits bei seinem ersten internationalen Auftritt. Die Emotionen waren entsprechend groß. Der Verband sprach von einem „Goldrausch in Kanada“: Zwei Weltmeistertitel im Compound (Simon Moritz U18 und Ruven Flüß U21) markierten für Deutschland die erfolgreichste Junioren-WM überhaupt.

 

Deutsche Meisterschaft Feldbogen

Am zweiten Augustwochenende fand die Deutsche Meisterschaft Feldbogen in Delmenhorst, nahe Bremen statt. Der ausrichtende Bogensport Delmenhorst e.V. hatte den Parcours auf dem Gelände einer ehemaligen Bundeswehrkaserne anspruchsvoll für die rund 240 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus dem gesamten Bundesgebiet abwechslungsreich gestaltet. Kurze Wege, viele Wartezeiten, enge Schussfenster und plötzliche Wechsel zwischen hellen Lichtungen und dunklen Waldpassagen verlangten höchste Konzentration. Besonders die „Bunnies“ – die kleinste Größe (20 Zentimeter Durchmesser) der vier Zielscheibengrößen – in dunklen Nischen oder Holzunterständen stellten die Teilnehmenden vor knifflige Herausforderungen. Bei angenehmen Temperaturen zwischen 22 und 26 Grad sowie leichter Bewölkung konnten an beiden Wettkampftagen sportliche Höchstleistungen abgerufen werden. Am Samstag gingen die  Recurveklassen und Compound Master an den Start, während am Sonntag die Entscheidungen in den Blankbogenklassen sowie bei den Compound Damen und Herren fielen. 

Auch wir waren bei der diesjährigen Meisterschaft wieder zahlreich vertreten, wenn auch leider kurzfristig ohne Florian und Simon: Bei den Recurve Herren erreichte Jürgen mit 314 Ringen einen starken elften Platz und überzeugte damit  bei seiner ersten Deutschen Meisterschaft klar. Ben startete ebenfalls in der Herrenklasse – aufgrund der nicht eröffneten Juniorenklasse – und belegte dort mit 281 Ringen Platz 25. Auch Rebecca trat in der für die nächsthöheren Altersklasse an, sie belegte bei den Recurve Damen mit 296 Ringen den zehnten Rang.

Besonders erfolgreich präsentierten sich die Natternberger Nachwuchsschützinnen und -schützen. Wie in der Schülerklasse A in der die jungen Schützinnen und Schützen gemeinsam starten: Quirin sicherte sich mit 312 Ringen die Silbermedaille und feierte damit einen beeindruckenden Einstand in dieser Disziplin. Nur einen Ring dahinter folgte Sára auf Platz drei, die sich im Vergleich zum Vorjahr um dreizehn Ringe steigerte. Alina wiederholte mit 307 Ringen ihren vierten Platz aus dem Vorjahr, konnte dabei ihr Ergebnis um 39 Ringe verbessern. In der  Klasse Recurve Jugend sorgte Bálint bei seiner ersten DM mit 316 Ringen gleich für die nächste Silbermedaille. Ulrich, ebenfalls DM-Neuling, erkämpfte sich mit 313 Ringen die Bronzemedaille, dicht gefolgt von András, der mit 310 Ringen Rang vier belegte. Aurelia rundete das starke Jugendresultat mit einem sechsten Platz und 281 Ringen ab. In der Compound Master-Klasse belegte Wladimir mit 371 Ringen einen respektablen 17. Platz in einem sehr starken Teilnehmerfeld.

Hier geht es wie immer zu weiteren Bildern der Meisterschaft und hier findet ihr die gesamte Ergebnisliste der DM

Bayerische Meisterschaft im Freien

Mit insgesamt 22 teilnehmenden Schützinnen und Schützen stellte der TSV Natternberg eines der größten Teams bei der Bayerischen Meisterschaft WA720 im Freien, die vom 18. bis 20. Juli 2025 München/Hochbrück am Olympia-Austragungsort von 1972 stattfand. Über drei Tage hinweg zeigten die Schützen und Schützinnen ihr Können und boten den Zuschauenden vor Ort, wie auch zu Hause in Livestreams spannende Wettkämpfe. 

Freitag

Der Auftakt am Freitag gehörte Andreas Hiergeist, der in der Klasse Blankbogen-Herren an den Start ging und dort bei seiner allerersten Landesmeisterschaft mit 469 Ringen einen tollen 18 Platz erzielte und so einen Grundstein für ein starkes Wochenende legte.

Samstag

Am Samstag folgten die Recurve-Herren mit Michael Stockner (549 Ringe, Platz 44) und Raphael Maier (573 Ringe, Platz 27), die sich beide im starken Starterfeld (81 Schützen) behaupteten. Traditionell wird in Bayern in der Freiluftsaison neben den erwachsenen Recurve Schütz:innen nur bei den Jugendklassen eine Finalrunde geschossen, während die Junior:innen eine Finalrunde in der Hallensaison austragen. Bei Ben Hankofer, David Deininger und Rebecca Beck lag der Fokus daher ganz auf ihren Qualifikationsleistungen: In der Recurve Juniorenklasse errang Ben mit einem starken Ergebnis von 582 Ringen die Goldmedaille, und David (490 Ringe) erreichte Platz elf. Bei den Recurve Juniorinnen holte Rebecca (572 Ringe) Silber – sie übernahm direkt im Anschluss gemeinsam mit Jens Schneider die Betreuung der Jugend in den Finalrunden. Jens und Rebecca waren auch am Sonntag noch einmal in München und unterstützten die weiteren Schützinnen und Schützen des Vereins (Vielen Dank!).

In der Klasse Jugend männlich Recurve standen 4 Schützen des TSV Natternberg an der Schießlinie: Laurenz Weinberger (515 Ringe, Platz 21) und Ulrich Ketterl (543 Ringe, Platz 17) belegten gute Plätze im Mittelfeld der Altersgruppe. Bálint (595 Ringe, Platz 5) und András Zavaschi  (588 Ringe, Platz 6) waren nach der Qualifikation beide in unter den Top 8 und schafften so den Sprung in die Finalrunden. Hier konnte András aber trotz sehr guter Schießleistung im 1/4-Finale den Drittplatzierten der Quali nicht schlagen. Besser lief es bei seinem Bruder Bálint: Das Match im Viertelfinale gewann er souverän, erst im Halbfinale musste er sich dann leider geschlagen geben und schoss so im „kleinen Finale“ um die Bronzemedaille. Dort machte er es sehr spannend, verlor am Ende nur knapp mit wenigen Ringen Abstand und mit 4:6 Satzpunkten und gewann so Platz 4. 

In der Klasse Jugend weiblich Recurve konnte sich Aurelia Liebner dieses Jahr beweisen. Ihre 595 Ringe sicherten ihr nicht nur die Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft und den zweiten Platz in der Qualifikationsrunde, sondern auch einen sehr guten Platz beim Einzug in die Finalrunden. In diesen konnte sie ihre Nervenstärke beweisen –  verlor in den folgenden drei Matchen nur einen einzigen Satzpunkt, gewann alle drei Matche und konnte sich so am Ende des Tages über ihre erste Goldmedaille auf Landesebene freuen. 

Sonntag

In den Schüler:innenklassen B durften Kateryna Petrova ( 381 Ringe, Platz 16) und Tomasz Plata (476 Ringe, Platz 20) zum ersten Mal auf einer Bayerischen Meisterschaft (und damit höchsten Meisterschaft für die sie sich in ihrem Alter qualifizieren können) starten. Sebastian Sterr war bereits zum zweiten Mal in Folge in München, er konnte sich vor allem in der zweiten Runde gut durchsetzen und schloss die Meisterschaft auf einem tollen 8. Platz (548 Ringe) ab. In der gemeinsamen Mannschaftswertung belegten sie Platz 4. In den Schüler:innenklassen A sorgten Quirin Liebner (627 Ringe, Platz 6), Sára Hučkova (652 Ringe, Platz 2), b (630 Ringe, Platz 4) und Hatice Kubra Arslan (572 Ringe, Platz 20) für ein starkes Gesamtergebnis. Alle vier haben sich damit auch für die Deutschen Meisterschaften im September qualifiziert. Auch die Mannschaften überzeugten: Die Recurve Schüler:innen A-Mannschaft (Hatice, Sára, Quirin) des TSV Natternberg holte Gold, ebenso wie das Compound-Team (Wladimir, Florian, Simon).

Während Simon Moritz (703 Ringe, Goldmedaille) in der Compound Jugend und Julius Krempl (660 Ringe, Silbermedaille) in der Compound Juniorenklasse jeweils souverän auf das Podest schafften, lief es bei Wladimir Schmidt an diesem Sonntag nicht so gut – er musste sich mit 631 Ringen mit Platz 17 zufrieden geben. Besser lief es für Florian Stadler in der Herrenklasse Compound, er stand mit 702 Ringen nach der Qualifikationsrunde mit 15 Ringen Vorsprung auf Platz Eins. Im 1/4-Finale wurde esdann gleich einmal sehr spannend, nach einem Unentschieden gegen seinen Feldbogen-Nationalkaderkollegen Jakob Hetz musste ein Stechpfeil über den Sieg entscheiden. Beide schossen eine 10, Florians Pfeil war allerdings einige Zentimeter näher am Zentrum. Sein zweites Match ging mit 6 Ringen Vorsprung dann schon deutlicher zu seinen Gunsten aus und so stand Florian am Ende des Tages im letzten Match der ganzen Meisterschaft, im Goldfinale der Herren Compound. Das Goldfinale mit Rene Repp wurde dann noch einmal ganz spannend aka knapp. Rene blieb Florian über alle 5 Passen dicht auf den Fersen und ihm gebührte der allerletzte Pfeil der Meisterschaft. Für den Sieg hätte dieser nicht weniger als eine 9 oder 10 schießen müssen, für ein Stechen eine 8. Unter der gebannten Stille der Zuschauenden landete Renes letzter Pfeil dann allerdings „nur“ in der 7 – und der Sieg und eine weitere Goldmedaille gehörten damit Florian.

 

Hier gibt es eine große Bildergalerie der Landesmeisterschaft und hier die Gesamtergebnisliste der Bayerischen im Freien.

Arnspitzturnier in Scharnitz

Am Wochenende des 12. und 13. Juli waren Florian, Rebecca und Dieter beim 31. Arnspitzturnier in Scharnitz (Österreich, Tirol) am Start. Das beliebte Turnier diente dieses Jahr nicht nur als zweite Rangliste, sondern damit auch als offizielle Ausscheidung für die Europameisterschaft Feldbogen – und das mitten im wunderschönen, aber anspruchsvollen Gelände zwischen Karwendel- und Wettersteingebirge.

Florian trat bei der EM-Quali an, während Rebecca und Dieter das Turnier als Vorbereitung für die Deutsche Meisterschaft in Delmenhorst nutzten. Für Dieter war es der erste Start in Scharnitz – und er war schnell begeistert: Das Turnier gehört nicht ohne Grund seit Jahren zum festen Programm vieler Feldbogenschütz:innen.

An zwei Tagen wurden 48 verschiedene Ziele und insgesamt 144 Pfeile geschossen – samstags auf unbekannte, sonntags auf bekannte (aber deutlich weitere) Entfernungen. Die Bedingungen? Anspruchsvoll! Steile Anstiege, über 1000 m Seehöhe, Schusswinkel bis zu 40° – nicht umsonst wird ein Teil des Parcours liebevoll „Himmel und Hölle“ genannt. Auch das Wetter meinte es nicht ganz so gut: Zwei ordentliche Regenschauer sorgten am Sonntag für Abwechslung.

Die Ergebnisse
Dieter (Masterklasse Recurve): 318 Ringe am Samstag (trotz ganzen 3 M), 269 Ringe am Sonntag → Gesamt 587 Ringe, starker 2. Platz bei seinem Debüt!
Rebecca (Juniorinnenklasse Recurve): 581 Ringe (308 + 273 Ringe), Platz 1 – selbst in der Damenklasse hätte das für Rang 4 gereicht!
Florian (Herrenklasse Compound): 806 Ringe (408 + 398 Ringe), ein echtes Ausrufezeichen – die 800-Marke knacken nur wenige!

Nominiert für die EM – Glückwunsch, Flo!
Da die erste Rangliste im Mai wegen eines Brandes beim ausrichtenden Verein ausfallen musste, zählte dieses Turnier umso mehr. Für die EM-Nominierung war das Ergebnis in Scharnitz entscheidend – und für Florian gab es keine Zweifel: Er gewann die Ausscheidung souverän. Als Teil des Nationalteams seit 2017 und amtierender Vizeweltmeister (WM Kanada 2024) bringt er reichlich Erfahrung mit. Die Europameisterschaft Feldbogen findet vom 15. bis 20. September im polnischen Walbrzych–Ksiaz statt.

Hier sind weitere Bilder des Feldbogenturniers in Scharnitz und hier ist die ganze Ergebnisliste des 31. Arnspitzturniers.