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Bayerische Meisterschaft im Freien

Mit insgesamt 22 teilnehmenden Schützinnen und Schützen stellte der TSV Natternberg eines der größten Teams bei der Bayerischen Meisterschaft WA720 im Freien, die vom 18. bis 20. Juli 2025 München/Hochbrück am Olympia-Austragungsort von 1972 stattfand. Über drei Tage hinweg zeigten die Schützen und Schützinnen ihr Können und boten den Zuschauenden vor Ort, wie auch zu Hause in Livestreams spannende Wettkämpfe. 

Freitag

Der Auftakt am Freitag gehörte Andreas Hiergeist, der in der Klasse Blankbogen-Herren an den Start ging und dort bei seiner allerersten Landesmeisterschaft mit 469 Ringen einen tollen 18 Platz erzielte und so einen Grundstein für ein starkes Wochenende legte.

Samstag

Am Samstag folgten die Recurve-Herren mit Michael Stockner (549 Ringe, Platz 44) und Raphael Maier (573 Ringe, Platz 27), die sich beide im starken Starterfeld (81 Schützen) behaupteten. Traditionell wird in Bayern in der Freiluftsaison neben den erwachsenen Recurve Schütz:innen nur bei den Jugendklassen eine Finalrunde geschossen, während die Junior:innen eine Finalrunde in der Hallensaison austragen. Bei Ben Hankofer, David Deininger und Rebecca Beck lag der Fokus daher ganz auf ihren Qualifikationsleistungen: In der Recurve Juniorenklasse errang Ben mit einem starken Ergebnis von 582 Ringen die Goldmedaille, und David (490 Ringe) erreichte Platz elf. Bei den Recurve Juniorinnen holte Rebecca (572 Ringe) Silber – sie übernahm direkt im Anschluss gemeinsam mit Jens Schneider die Betreuung der Jugend in den Finalrunden. Jens und Rebecca waren auch am Sonntag noch einmal in München und unterstützten die weiteren Schützinnen und Schützen des Vereins (Vielen Dank!).

In der Klasse Jugend männlich Recurve standen 4 Schützen des TSV Natternberg an der Schießlinie: Laurenz Weinberger (515 Ringe, Platz 21) und Ulrich Ketterl (543 Ringe, Platz 17) belegten gute Plätze im Mittelfeld der Altersgruppe. Bálint (595 Ringe, Platz 5) und András Zavaschi  (588 Ringe, Platz 6) waren nach der Qualifikation beide in unter den Top 8 und schafften so den Sprung in die Finalrunden. Hier konnte András aber trotz sehr guter Schießleistung im 1/4-Finale den Drittplatzierten der Quali nicht schlagen. Besser lief es bei seinem Bruder Bálint: Das Match im Viertelfinale gewann er souverän, erst im Halbfinale musste er sich dann leider geschlagen geben und schoss so im „kleinen Finale“ um die Bronzemedaille. Dort machte er es sehr spannend, verlor am Ende nur knapp mit wenigen Ringen Abstand und mit 4:6 Satzpunkten und gewann so Platz 4. 

In der Klasse Jugend weiblich Recurve konnte sich Aurelia Liebner dieses Jahr beweisen. Ihre 595 Ringe sicherten ihr nicht nur die Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft und den zweiten Platz in der Qualifikationsrunde, sondern auch einen sehr guten Platz beim Einzug in die Finalrunden. In diesen konnte sie ihre Nervenstärke beweisen –  verlor in den folgenden drei Matchen nur einen einzigen Satzpunkt, gewann alle drei Matche und konnte sich so am Ende des Tages über ihre erste Goldmedaille auf Landesebene freuen. 

Sonntag

In den Schüler:innenklassen B durften Kateryna Petrova ( 381 Ringe, Platz 16) und Tomasz Plata (476 Ringe, Platz 20) zum ersten Mal auf einer Bayerischen Meisterschaft (und damit höchsten Meisterschaft für die sie sich in ihrem Alter qualifizieren können) starten. Sebastian Sterr war bereits zum zweiten Mal in Folge in München, er konnte sich vor allem in der zweiten Runde gut durchsetzen und schloss die Meisterschaft auf einem tollen 8. Platz (548 Ringe) ab. In der gemeinsamen Mannschaftswertung belegten sie Platz 4. In den Schüler:innenklassen A sorgten Quirin Liebner (627 Ringe, Platz 6), Sára Hučkova (652 Ringe, Platz 2), b (630 Ringe, Platz 4) und Hatice Kubra Arslan (572 Ringe, Platz 20) für ein starkes Gesamtergebnis. Alle vier haben sich damit auch für die Deutschen Meisterschaften im September qualifiziert. Auch die Mannschaften überzeugten: Die Recurve Schüler:innen A-Mannschaft (Hatice, Sára, Quirin) des TSV Natternberg holte Gold, ebenso wie das Compound-Team (Wladimir, Florian, Simon).

Während Simon Moritz (703 Ringe, Goldmedaille) in der Compound Jugend und Julius Krempl (660 Ringe, Silbermedaille) in der Compound Juniorenklasse jeweils souverän auf das Podest schafften, lief es bei Wladimir Schmidt an diesem Sonntag nicht so gut – er musste sich mit 631 Ringen mit Platz 17 zufrieden geben. Besser lief es für Florian Stadler in der Herrenklasse Compound, er stand mit 702 Ringen nach der Qualifikationsrunde mit 15 Ringen Vorsprung auf Platz Eins. Im 1/4-Finale wurde esdann gleich einmal sehr spannend, nach einem Unentschieden gegen seinen Feldbogen-Nationalkaderkollegen Jakob Hetz musste ein Stechpfeil über den Sieg entscheiden. Beide schossen eine 10, Florians Pfeil war allerdings einige Zentimeter näher am Zentrum. Sein zweites Match ging mit 6 Ringen Vorsprung dann schon deutlicher zu seinen Gunsten aus und so stand Florian am Ende des Tages im letzten Match der ganzen Meisterschaft, im Goldfinale der Herren Compound. Das Goldfinale mit Rene Repp wurde dann noch einmal ganz spannend aka knapp. Rene blieb Florian über alle 5 Passen dicht auf den Fersen und ihm gebührte der allerletzte Pfeil der Meisterschaft. Für den Sieg hätte dieser nicht weniger als eine 9 oder 10 schießen müssen, für ein Stechen eine 8. Unter der gebannten Stille der Zuschauenden landete Renes letzter Pfeil dann allerdings „nur“ in der 7 – und der Sieg und eine weitere Goldmedaille gehörten damit Florian.

 

Hier gibt es eine große Bildergalerie der Landesmeisterschaft und hier die Gesamtergebnisliste der Bayerischen im Freien.

Arnspitzturnier in Scharnitz

Am Wochenende des 12. und 13. Juli waren Florian, Rebecca und Dieter beim 31. Arnspitzturnier in Scharnitz (Österreich, Tirol) am Start. Das beliebte Turnier diente dieses Jahr nicht nur als zweite Rangliste, sondern damit auch als offizielle Ausscheidung für die Europameisterschaft Feldbogen – und das mitten im wunderschönen, aber anspruchsvollen Gelände zwischen Karwendel- und Wettersteingebirge.

Florian trat bei der EM-Quali an, während Rebecca und Dieter das Turnier als Vorbereitung für die Deutsche Meisterschaft in Delmenhorst nutzten. Für Dieter war es der erste Start in Scharnitz – und er war schnell begeistert: Das Turnier gehört nicht ohne Grund seit Jahren zum festen Programm vieler Feldbogenschütz:innen.

An zwei Tagen wurden 48 verschiedene Ziele und insgesamt 144 Pfeile geschossen – samstags auf unbekannte, sonntags auf bekannte (aber deutlich weitere) Entfernungen. Die Bedingungen? Anspruchsvoll! Steile Anstiege, über 1000 m Seehöhe, Schusswinkel bis zu 40° – nicht umsonst wird ein Teil des Parcours liebevoll „Himmel und Hölle“ genannt. Auch das Wetter meinte es nicht ganz so gut: Zwei ordentliche Regenschauer sorgten am Sonntag für Abwechslung.

Die Ergebnisse
Dieter (Masterklasse Recurve): 318 Ringe am Samstag (trotz ganzen 3 M), 269 Ringe am Sonntag → Gesamt 587 Ringe, starker 2. Platz bei seinem Debüt!
Rebecca (Juniorinnenklasse Recurve): 581 Ringe (308 + 273 Ringe), Platz 1 – selbst in der Damenklasse hätte das für Rang 4 gereicht!
Florian (Herrenklasse Compound): 806 Ringe (408 + 398 Ringe), ein echtes Ausrufezeichen – die 800-Marke knacken nur wenige!

Nominiert für die EM – Glückwunsch, Flo!
Da die erste Rangliste im Mai wegen eines Brandes beim ausrichtenden Verein ausfallen musste, zählte dieses Turnier umso mehr. Für die EM-Nominierung war das Ergebnis in Scharnitz entscheidend – und für Florian gab es keine Zweifel: Er gewann die Ausscheidung souverän. Als Teil des Nationalteams seit 2017 und amtierender Vizeweltmeister (WM Kanada 2024) bringt er reichlich Erfahrung mit. Die Europameisterschaft Feldbogen findet vom 15. bis 20. September im polnischen Walbrzych–Ksiaz statt.

Hier sind weitere Bilder des Feldbogenturniers in Scharnitz und hier ist die ganze Ergebnisliste des 31. Arnspitzturniers.

8. Aschheimer Turnier

 

Das 8. Aschheimer Turnier, das passend eine Woche vor der Bayerischen Meisterschaft im Freien stattfand, nutzten viele Schützinnen und Schützen als Generalprobe für den großen Wettkampftag. Mit dabei waren unter anderem Sebastian (Schüler B), Quirin (Schüler A) und David (Junioren), aber vor allem zahlreiche Jugendschützinnen und -schützen wie Aurilea, Bálint, András und Ulrich. Begleitet wurden sie engagiert und mit großer Unterstützung von Trainer Jürgen – ein herzlicher Dank an dieser Stelle für seinen unermüdlichen Einsatz!

Bei strahlendem Sonnenschein und zum Teil herausfordernd windigen Bedingungen bot sich den Teilnehmerinnen und Teilnehmern ein anspruchsvoller Wettkampftag – ganz so, wie man es auch aus Hochbrück, dem Austragungsort der Bayerischen Meisterschaft gewohnt ist.

In der Qualifikationsrunde zeigten die jungen Schützinnen und Schützen starke Leistungen: Sebastian belegte in der Schüler B Klasse einen hervorragenden dritten Platz, Quirin lag nur wenige Ringe hinten auf Rang vier in der Schüler A Klasse. David sicherte sich souverän Platz eins in seiner Altersklasse. Für die Schülerklassen war der Wettkampf nach 72 Wettkampfschuss erfolgreich beendet, in der Jugendklasse gab es eine anschließende Finalrunde. Für die Jugendlichen war zunächst unklar, wer den Sprung in das Finale geschafft hatte, da viele von ihnen sich im Mittelfeld der Qualifikationswertung wiedergefunden hatten. Umso größer war die Freude, als nach Bekanntgabe des Finalbaums feststand: Alle hatten sich für die KO-Runde qualifiziert – für viele bedeutete das die erste Teilnahme an einem Finalschießen überhaupt!

Als Achtplatzierter musste Ulrich dann gleich gegen den Erstplatzierten antreten. Trotz zunächst geringer Erwartungen gelang ihm nach einem spannenden 4:4-Ausgleich ein starker Sieg in der entscheidenden Passe – der Einzug ins Halbfinale war geschafft! Auch Bálint setzte sich beeindruckend mit 7:1 gegen einen zuvor besser platzierten Gegner durch. András (Platz 5) und Aurelia (Platz 4) trafen direkt in der ersten Runde in einem vereinsinternen Duell aufeinander. Nach einem spannenden Verlauf mit ebenfalls 4:4 entschied Aurelia das Match in der letzten Passe für sich. Im Halbfinale kam es zum Duell zwischen Aurelia und Ulrich, das Aurelia klar mit 6:0 gewann. Bálint konnte sich in seinem Halbfinale ebenfalls mit 6:0 durchsetzen. Somit standen sich Bálint und Aurelia im Goldfinale gegenüber, während Ulrich noch um Bronze kämpfte. Beide Finalmatches wurden erneut deutlich mit 6:0 entschieden – Bálint durfte sich über Gold freuen, Aurelia über Silber. Ulrich, dem die heißen Temperaturen zusetzten, konnte seine Leistung im kleinen Finale leider nicht mehr abrufen und musste sich geschlagen geben – dennoch verbesserte er sich deutlich vom achten auf den vierten Platz.

In der Siegerehrung gab es dann noch eine Überraschung: Die Jugendmannschaft mit Bálint, András und Ulrich belegte – zur eigenen großen Überraschung – den dritten Platz. Damit hatten sie nicht gerechnet, da sie zur Halbzeit nur auf Platz fünf lagen. Am Ende eines langen, fordernden, aber erfolgreichen Tages konnten sich so fast alle Schützinnen und Schützen über eine Medaille oder einen Pokal freuen.

Ein großes Dankeschön gilt neben den Sportlerinnen und Sportlern auch den Trainerinnen, Trainern und allen ehrenamtlich Engagierten, die mit Zeit, Herzblut und viel Geduld solche Erfolge überhaupt erst möglich machen!

Hier geht es zu weiteren Bildern des Bogenturniers und hier zur Gesamtergebnisliste (noch nicht online).

Bezirksmeisterschaft im Freien

Bei über 30 Grad traten am 22. Juni ganze 24 unserer Schützinnen und Schützen zur Bezirksmeisterschaftim Freien in Aicha vorm Wald an. Das heiße Wetter konnte unsere Motivation nicht trüben: In allen Altersklassen wurden starke Leistungen erzielt viele Medaillen gewonnen.

Vormittag: Recurve-Erfolge und ein starker Einstand mit dem Blankbogen

Am Vormittag waren zunächst die Recurve-Klassen der Herren, Junioren und Master sowie die meisten Blankbogen-Klassen an der Reihe.
Bei den Recurve Herren zeigten Raphael Maier (562 Ringe), Jürgen Altendorf (536 Ringe), Michael Stockner (525 Ringe), Tobias Heinrichsdobler (509 Ringe) und Denny Schröder (ebenfalls 509 Ringe) solide Einzelleistungen – gemeinsam belegten wir Platz zwei und fünf in der Mannschaftswertung.

IIn den Juniorenklassen überzeugten David Deininger (543 Ringe) und Rebecca Beck (593 Ringe) – beide holten sich den Titel in ihren Einzelwertungen. Rebecca, die mit 593 Ringen die zweitbeste Leistung der gesamten Meisterschaft auf 70 Meter ablieferte, war damit auch Teil der erfolgreichen Recurve-Mannschaft. Auch Dieter Reithmeier (619 Ringe) ließ nichts anbrennen und holte sich gewohnt souverän den Titel bei den Recurve Master.

Besonders gefreut haben wir uns über das gelungene Debüt von Andreas Hiergeist (520 Ringe): Bei seiner ersten Bezirksmeisterschaft gewann er direkt Gold im Blankbogen Herren – und löste obendrein die Qualifikation zur Bayerischen Meisterschaft.

Nachmittag: Unser Nachwuchs begeistert mit Medaillenflut

Am Nachmittag standen dann die Recurve Schüler- und Jugendklassen sowie die Compound-Klassen im Fokus – und auch hier sammelten die Natternberger fleißig Titel.

In der Recurve Schüler B-Klasse belegte Sebastian Sterr (532 Ringe) den zweiten Platz, Tomasz Plata (492 Ringe) wurde Dritter – eine großartige Premiere für Tomasz bei seiner ersten Bezirksmeisterschaft.
Kateryna Petrova (436 Ringe) sicherte sich souverän den Sieg bei den Recurve Schülerinnen B. Gemeinsam gewannen sie auch in der Teamwertung. 

In der Recurve Schülerinnen A-Klasse standen gleich mehrere aus unserem Verein auf dem Podest:
Sára Hučkova (648 Ringe) gewann Gold, Alina Merker (636 Ringe) wurde Zweite, Hatice Arslan (531 Ringe) belegte Rang vier, Isabel Sicker (381 Ringe) wurde Siebte. Und auch bei den Schülern A durften wir jubeln: Quirin Liebner (625 Ringe) holte sich mit klarem Vorsprung den Bezirksmeistertitel.

In der Jugendklasse Recurve männlich sorgten Bálint Zavaschi (587 Ringe), András Zavaschi (585 Ringe) und Ulrich Ketterl (567 Ringe) für einen kompletten Dreifacherfolg. Aurelia Liebner (544 Ringe) setzte sich in der weiblichen Jugend souverän durch und holte ebenfalls den Titel.

Sechs unserer Nachwuchsschützinnen und -schützen – Rebecca Beck, Bálint und András Zavaschi, Alina Merker, Sára Hučkova und Quirin Liebner – hatten am Wochenende eine echte Doppelbelastung: Bereits am Samstag waren sie für den Niederbayernkader beim Bayernpokal in München im Einsatz. Dort traten die besten Nachwuchstalente aller Regierungsbezirke Bayerns in verschiedenen Schießdisziplinen gegeneinander an. Unsere Vertreterinnen und Vertreter trugen entscheidend dazu bei, dass Niederbayern die Disziplinwertung Bogen gewann und in der Gesamtwertung einen hervorragenden dritten Platz belegte.

Compound: Das beste Ergebnis des Tages

Im Compound-Bereich setzten wir zum Abschluss noch ein Ausrufezeichen:
Simon Moritz (696 Ringe) erzielte das beste Einzelergebnis der gesamten Meisterschaft ! Gemeinsam mit Wladimir Schmidt (657 Ringe, 1. Platz Compound Master) und Jens Schneider (617 Ringe, 7. Platz Compound Herren) gewann das Team auch noch souverän die Mannschaftswertung.

Nächster Halt: Bayerische Meisterschaft 

Mit diesen großartigen Ergebnissen im Gepäck richten wir nun den Blick nach vorn: Die Bayerische Meisterschaft im Freien  steht am 18 bis 20. Juli 2025 in München an. Viele haben die Limitzahlen der vergangenen Jahre deutlich übertroffen und dürfen sich berechtigte Hoffnungen auf eine Qualifikation machen.

Hier geht es zu mehr Bildern der Meisterschaft und hier zur gesamten Ergebnisliste

Bayerische Meisterschaft Feldbogen

Am 14 und 15. Juni fand in Kirchberg vorm Wald, in der Nähe von Passau die Bayerische Meisterschaft Feldbogen statt, alle 18 qualifizierten Schützinnen und Schützen waren gemeinsam am Samstag an der Reihe. Ausgerichtet wurde der Wettkampf von den Ohetaler Schützen Kirchberg vorm Wald e.V., die zum ersten Mal Gastgeber einer Bayerischen Meisterschaft waren – und das mit großem Erfolg. Dank ihrer Erfahrung aus der Ausrichtung der letzten beiden Niederbayerischen Meisterschaften lief alles reibungslos ab. Der Tag begann warm und wurde im Laufe der Stunden sehr heiß, mit Temperaturen bis zu 30 Grad. Zum Glück führte ein großer Teil des anspruchsvollen Parcours durch ein schattiges Waldstück, sodass die Hitze etwas erträglicher war.

Ein Feldbogenturnier unterscheidet sich von einem klassischen Bogenturnier auf dem Sportplatz: Die Schützinnen und Schützen bewegen sich auf einem Rundkurs durch abwechslungsreiches Gelände. An 24 verschiedenen Scheiben müssen sie auf unterschiedlich große Auflagen schießen, die teils bekannte, teils unbekannte Entfernungen haben. Für die jüngsten Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die Schülerklasse, liegen diese Entfernungen zwischen 5 und 40 Metern, für die Jugend bis 50 Meter, und die Junioren und Erwachsenen schießen auf Distanzen bis zu 60 Meter.

Dieter Reithmeier erkämpfte sich bei den Recurve Mastern mit starken 340 Ringen den ersten Platz und sicherte sich damit einen Vorsprung von 20 Ringen auf den Zweitplatzierten. Besonders erfreulich ist auch die Bronze-Medaille von Jürgen Altendorf bei den Recurve Herren, der sich mit 322 Ringen damit aller Wahrscheinlichkeit nach auch seine allererste Teilnahme an einer Deutschen Meisterschaft erkämpft hat.

In den Nachwuchsklassen werden die Schützinnen und Schützen gemeinsam in ihren Altersklassen gewertet. Hier gewann Bálint Zavaschi gewann die Klasse Recurve Jugend  mit 316 Ringen, dicht gefolgt von seinem Bruder András, der den zweiten Platz belegte. Aurelia Liebner  und Ulrich Ketterl belegten mit nur einem Ring Unterschied die Plätze drei und vier.  In der gemischten Schülerklasse überzeugten Sára Hučkova mit einem zweiten Platz, sowie  Quirin Liebner und Alina Merker, die den dritten und vierten Rang erreichten. Bei den Compound-Bogenschützen ragte Simon Moritz heraus: Mit beeindruckenden 409 Ringen ließ er der Konkurrenz keine Chance und gewann mit großem Abstand von 71 Ringen.

Obwohl die Limitzahlen für die Deutsche Meisterschaft am 9. und 10. August in Delmenhorst noch nicht endgültig feststehen, können voraussichtlich 10 bis 13 Natternberger Schützinnen und Schützen ihr Können auch dort unter Beweis stellen.

Hier sind noch viele weitere Bilder der Meisterschaft (vielen Dank auch an die Ausrichter für’s Bilder machen) und hier findet sich die ganze Ergebnisliste.

Gaumeisterschaft im Freien

Am 31. Mai hieß es wieder einmal ALLE INS GOLD bei unserer Gaumeisterschaft im Freien. Alle Teilnehmenden schossen dieses Mal in einem gemeinsamen Durchgang – mit Schieß-Ampel und Zeitvorgabe, ganz wie bei größeren Turnieren. Eine echte Wettkampfatmosphäre also, vor allem für den Nachwuchs eine wertvolle Erfahrung. Insgesamt wurde in 21 Wettkampfklassen geschossen – von Schüler C bis Master, in allen drei Bogenarten: Recurve, Compound und Blankbogen.

In der Damenklasse Recurve zeigte Stephanie, die seit rund einem Jahr im Verein aktiv ist, mit 532 Ringen eine stabile und konzentrierte Leistung auf 30 Metern. Bei den Recurve Schülerinnen A dominierte Sára mit starken 659 Ringen, knapp gefolgt von Alina mit 646 Ringen. In der Schülerklasse A erzielte Quirin hervorragende 599 Ringe – und ärgerte sich nur kurz, dass der eine fehlende Ring zur runden 600 wohl drin gewesen wäre. Auch in der Recurve Jugend männlich überzeugte Bálint mit 593 Ringen, dicht gefolgt von seinem Bruder András (571). Und in der Juniorinnenklasse hat Rebecca ihren erst vor zwei Wochen aufgestellten Vereinsrekord gleich wieder gebrochen, nun liegt er bei 617 Ringen.

Einen sportlichen Gruß aus München gab es von Simon: Er war parallel zum Ranglistenturnier des Deutschen Schützenbundes eingeladen und wertere sein Ergebnis von dort für die Gaumeisterschaft. Mit beeindruckenden 703 Ringen in der Klasse Jugend Compound zeigte er, dass sich sein Training auch auf Bundesebene auszahlt.

Ein schönes Zeichen für Engagement setzte Ameen: Trotz Vorlesungen an der TH Deggendorf ließ er es sich nicht nehmen, mittags noch zum Platz zu kommen und noch ein vollständiges Ergebnis mitschoss.

Ein Highlight war die Siegerehrung mit eigens 3D-gedruckten Medaillen für die Schüler:innenklassen, gestaltet und gefertigt von Julius – eine schöne Geste, die für viele strahlende Gesichter sorgte.

Neben dem Sport stand auch das Miteinander im Mittelpunkt: Die hervorragende Verpflegung mit belegten Brötchen, Kaffee und Kuchen wurde von vielen Eltern und Helfer:innen getragen. Dickes Danke an Christian, Johanna, Juraj, Anna,  Andreas, Stephanie, Tobias und sicher noch ein paar mehr. Zahlreiche Familienmitglieder kamen zum Zuschauen, Anfeuern und Mitfiebern und machten die Gaumeisterschaft zu einem gelungenen Tag für den ganzen Verein.

Die weiteren Ergebnisse findet ihr hier. Und hier gibt es ein paar Fotos von der Meisterschaft.

 

Vereinsmeisterschaft im Freien

Am vergangenen Wochenende fand unsere Vereinsmeisterschaft im Freien statt. Mit über 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmern und einer Altersspanne von acht bis 68 Jahren und gleich mehreren neuen Vereinsrekorden war die Veranstaltung ein erfolgreicher Auftakt der neuen Saison.

Die Meisterschaft wurde nach dem offiziellen Wettkampfmodus der „WA-Runde im Freien“ (WA steht für World Archery) durchgeführt. Dabei schießen die Teilnehmenden – je nach Alters- und Bogenklasse – 72 Pfeile auf Entfernungen von 15 bis 70 Metern. Die Vereinsmeisterschaft ist die unterste Stufe im Meistystem des Deutschen Schützenbundes – wer hier erfolgreich ist, kann sich weiter bis zur Bayerischen und sogar Deutschen Meisterschaft qualifizieren.

Vor allem unsere Nachwuchsklassen glänzten – gleich drei Vereinsrekorde wurden deutlich übertroffen:
Simon (Compound Jugend) stellte mit herausragenden 700 Ringen einen neuen Vereinsrekord auf und kratzt damit bereits am offiziellen deutschen Rekord des Deutschen Schützenbundes, der aktuell nur drei Ringe höher liegt. 
Rebecca (Recurve Juniorinnen) erzielte mit 604 Ringen ebenfalls eine neue Vereinsbestmarke – sie übertraf den bisherigen Rekord in ihrer Klasse, der seit 2001 Bestand hatte, um beeindruckende 45 Ringe.
Und auch Sára (Recurve Schülerinnen A) überzeugte mit 647 Ringen und steigerte den bisherigen Vereinsrekord um satte 21 Ringe. Erwähnenswert ist der Erfolg von Agnes und Tobias aus der Schülerklasse C: Obwohl sie regulär nur auf 15 Meter hätten schießen müssen, entschieden sich beide, bereits auf 20 Meter mitzumachen – und meisterten die größere Distanz mit Bravour.

Bemerkenswert ist auch der anhaltende Zulauf bei den Erwachsenen. Viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer entdeckten den Bogensport erst in den vergangenen Monaten für sich – mit Erfolg: „Bei uns kann man in jedem Alter noch einsteigen“, betonten wir nicht umsonst immer wieder gerne.

Einige Top-Platzierungen der Vereinsmeisterschaft 2025:

  • Compound Jugend: Simon Moritz – 700 Ringe (neuer Vereinsrekord)

  • Recurve Juniorinnen: Rebecca Beck – 604 Ringe (neuer Vereinsrekord)

  • Recurve Schülerinnen A: Sára Hučkova – 647 Ringe (neuer Vereinsrekord)

  • Recurve Jugend weiblich: Aurelia Liebner – 559 Ringe
  • Recurve Herren: Daniel Deininger – 594 Ringe

  • Recurve Master: Dieter Reithmeier – 627 Ringe

  • Blankbogen Herren: Andreas Hiergeist – 459 Ringe

Wer noch mehr Bilder sehen möchte wird hier fündig und hier geht es zur kompletten Ergebnisliste der Vereinsmeisterschaft.

 

Bezirksmeisterschaft Feldbogen


Mit einer Rekordbeteiligung von 22 Schützinnen und Schützen stellten wir bei der Niederbayerischen Meisterschaft im Feldbogenschießen am 11. Mai nicht nur ein Viertel aller Teilnehmenden, sondern belegten auch zahlreiche Topplatzierungen. 

Der fordernde, aber landschaftlich reizvolle Parcours rund um Kirchberg vorm Wald war Austragungsort des rund 6 Stunden dauernden Wettkampfs, der bei idealem Wetter und guter Organisation reibungslos über die Bühne ging. Besonders einig waren sich alle: Die idyllischste Scheibe, über einen kleinen Teich geschossen, war ein Highlight und neu in diesem Jahr.

Starke Leistungen quer durch alle Klassen

Wir waren in nahezu allen Alters- und Bogenklassen vertreten. Allen voran Florian (amtierender Vize-Weltmeister im Feldbogenschießen), der mit herausragenden 413 Ringen in der Herrenklasse Compound das höchste Gesamtergebnis des Tages erzielte. Eindrucksvoll im Recurvebereich: Dieter, der in der Masterklasse mit 325 Ringen gewann und das höchste Ergebnis aller Recurveschützen erreichte. Zahlreich waren wir dieses Jahr vor allem in der Herrenklasse Recurve mit Michael (324 Ringe), Raphael (323 Ringe), Jürgen (294 Ringe), Denny (286 Ringe – er trat aufgrund der geltenden Wechselfristen noch für seinen bisherigen Verein BSC Geretsried an), Tobias (243 Ringe) und Sepp (143 Ringe). Auch bei den Schüler:innen A Recurve überzeugten Sára und Alina mit jeweils 312 Ringen, dicht gefolgt von Quirin mit 307 Ringen. Ben, David (beide Recurve Junioren) und Julius (Compound Junioren) komplettierten das starke Aufgebot mit soliden Leistungen und drei weiteren Medaillen.

Jugend überzeugt bei Feldbogen-Debüt

Besonders erfreulich: Alle fünf Natternberger Schützen und eine Schützin in der Jugendklasse waren erstmals bei einer Feldmeisterschaft dabei – und alle sechs qualifizierten sich direkt für die Bayerische. Aurelia behauptete sich in der geschlechtergemischten Jugendklasse Recurve souverän, neben wie András, Bálint, Ulrich und Laurenz, die ebenfalls mit starken Leistungen überzeugten. Simon lieferte mit 409 Ringen in der Jugendklasse Compound eine der besten Leistungen des gesamten Turniers.

Erfahrung und Anekdoten

Dass im Feldbogenschießen nicht nur sportliche Präzision, sondern auch Kopfrechnen, Erfahrung und viel Konzentration gefragt sind, zeigte sich wieder an vielen Stellen: So stellte etwa András sein Visier bei einer bekannten 20-Meter-Scheibe versehentlich auf 30 statt 20 Meter – der erste Pfeil landete prompt oben in der Scheibe im Holz. Und natürlich durften auch die typischen Tipps wie „Mehr Ringe gibt’s, wenn man die Scheibe trifft“, oder „die Letzten werden die Ersten sein“ nicht fehlen. Leider musste Jens (Compound Herren) seinen Wettkampf frühzeitig abbrechen, bis dahin war er aber sehr stolz auf seine Schießleistung. 

Vereinsinterner Lehrgang führte zum Erfolg

Ein großer Anteil des Erfolgs ist der vereinsinternen Vorbereitung zu verdanken: Jürgen hatte in diesem Jahr einen Feldbogen-Einsteigerlehrgang für Vereinsmitglieder geleitet, basierend auf Materialien, die Florian über Jahre hinweg entwickelt hat. Dieses ehrenamtliche Engagement hat sich bezahlt gemacht: Viele Neulinge gingen gut vorbereitet an den Start und konnten sich direkt für die Bayerische Meisterschaft qualifizieren, die am 14./15. Juni ebenfalls in Kirchberg vorm Wald stattfinden wird. Ohne ehrenamtliche Trainerinnen und Trainer wäre eine solche Vereinsarbeit nicht möglich. Wir sind mächtig stolz auf das Engagement unserer Leute und blicken optimistisch auf die kommenden Wettkämpfe. „War heute ein gutes Training für die Bayerische“, kommentierte Wladimir (363 Ringe, Platz  2 in der Masterklasse Compound) am Ende augenzwinkernd und bringt damit die Stimmung auf den Punkt.

Hier liegt die gesamte Ergebnisliste der Niederbayerischen Meisterschaft und hier eine kleine Galerie des Wettkampfs

Frühjahrsturnier BC Keltenschanze

Am 12. April starteten unsere Schützinnen und Schützen beim Frühjahrsturnier des BC Keltenschanze in die Feldbogen-Saison 2025 – und das mit durchweg starken Leistungen. Bei besten Bedingungen konnten wir in Germering nicht nur Wettkampfluft schnuppern, sondern auch gleich mehrere Top-Platzierungen feiern.

Recurve: Starkes Team und Podestplätze

In der Recurve-Klasse gingen gleich mehrere Natternberger an den Start. Besonders erfreulich: Rebecca Beck sicherte sich mit 276 Ringen einen tollen 3. Platz bei den Damen. In der Herrenklasse lieferten sich Ben Hankofer (283 Ringe, Platz 6), Raphael Maier (274 Ringe, Platz 8) und Michael Stockner (271 Ringe, Platz 9) ein enges vereinsinternes Duell – eine schöne Momentaufnahme der aktuellen Form unserer Recurve-Herren.

Ein echtes Highlight lieferte unsere Nachwuchsschützin Sára Hučková: Mit starken 277 Ringen gewann sie souverän die Recurve Schüler A-Klasse. Ein super Einstand in die Saison – wir sind gespannt, was dieses Jahr noch alles kommt!

Compound: Doppelsieg für Natternberg

In der Compound-Klasse konnten wir gleich zwei Podestplätze feiern: Florian Stadler holte mit beeindruckenden 393 Ringen den Tagessieg, dicht gefolgt von Julius Krempl auf Platz 2 mit 373 Ringen. Ein starkes Ergebnis, das zeigt: Unsere Compoundschützen sind früh in Topform.

Hier geht es zur vollständigen Ergebnisliste und einigen weiteren Bildern

Weltmeisterschaft Feldbogen in Kanada

Zwei Medaillen bei der Feldbogenweltmeisterschaft in Kanada

Mit einem großen Erfolg und zwei Medaillen kehren Alexandra und Florian von ihrer ersten Teilnahme an einer Weltmeisterschaft zurück. Bei der Feldbogen-WM im kanadischen Lac La Biche (17.–22. September 2024) erzielten beide bemerkenswerte Erfolge und krönten ihre Leistung mit einer Silber- und einer Bronzemedaille.

Die Weltmeisterschaft fand in der Landschaft rund um den Lac La Biche See in der Provinz Alberta statt. Der See, der mit etwa 236 Quadratkilometern fast die Hälfte der Fläche des Bodensees umfasst, bot eine beeindruckende Kulisse für die Finalrunden der Wettbewerbe. Die Qualifikations- und Eliminationrunden wurden dagegen auf einem Parcours rund um das Vereinsgelände der Lakeland Archers ausgetragen. Drei extra gebaute Hochstände sorgten für besondere Herausforderungen in einem ansonsten flachen Gelände, das von einem malerischen Birkenwald umgeben war.

Ein großartiger Auftakt: Erfolgreiche Qualifikationsrunden

Für Florian war die Teilnahme an internationalen Meisterschaften kein Neuland. Der zweifache Team-Europameister (2017 und 2019) trat bereits bei vier Europameisterschaften erfolgreich an. Doch die Weltmeisterschaft war für ihn dennoch etwas ganz Besonderes. Am ersten Tag, der Qualifikationsrunde mit 24 Scheiben auf unbekannten Entfernungen erzielte er 415 Ringe und belegte damit Platz Sieben. Am zweiten Qualifikationstag wurden weitere 24 Scheiben auf unterschiedliche, aber bekannte Entfernungen geschossen, hier konnte er sich mit weiteren 416 Ringen auf Platz Fünf vorarbeiten. Auch Alexandra, die letztes Jahr bei ihrer ersten Europameisterschaft den fünften Platz im Einzel belegte, schoss sich mit starken 410 Ringen am ersten Tag auf Platz Sieben. Am zweiten Tag konnte sie ihre Leistung bestätigen und stand mit insgesamt 810 Ringen weiterhin auf Platz sieben. Beide sicherten sich mit diesen Platzierungen die Teilnahme an den Eliminationsrunden und qualifizierten sich zudem für die Teamfinals.

Hochspannung in den Eliminationsrunden

Die Eliminationsrunden sorgten für ein Wechselbad der Gefühle. Alexandra musste sich in einem packenden 1/8-Finale gegen die Italienerin Anna Rocca behaupten. Mit 101 Ringen schoss Alexandra ein starkes Match, doch nach sechs Finalscheiben lagen beide Athletinnen gleichauf, was ein Stechen notwendig machte. Auf die 30 Meter entfernte 40cm-Auflage traf Roccas Pfeil wenige Millimeter näher am Zentrum, was Alexandra den Einzug ins Viertelfinale kostete. „Es war ärgerlich, aber das Match war auf hohem Niveau und ich kann stolz auf meine Leistung sein,“ kommentierte sie nach dem Wettkampf.

Florian zeigte in seinen Eliminationen beeindruckende Nervenstärke. Er gewann sein 1/8-Finale gegen den Belgier Jordy Berx und setzte sich auch im 1/4-Finale gegen den Inder Abhishek Verma durch. Besonders das Halbfinale gegen den Italiener Roberto Carosati war an Spannung kaum zu überbieten. Nach vier Scheiben waren beide Athleten ringgleich, was auch hier ein Stechen nötig machte. Florian schoss eine perfekte Sechs und da sein Pfeil näher am Zentrum war, zog er ins Goldfinale ein.

Neben den individuellen Erfolgen nahmen Alexandra und Florian auch in den Teamwertungen des Wettbewerbs teil. Während es das Damenteam bis in die Medaillenmatche am Samstag schaffte, schied das deutsche Herrenteam (Florian Stadler, Florian Unruh und Michael Meyer) leider im 1/4-Finale gegen ein starkes Team aus Schweden aus. Im Compound Mixed Team traten Alexandra und Florian gemeinsam an, mussten sich jedoch ebenfalls im 1/4-Finale gegen Slowenien geschlagen geben, welche später Gold gewannen. 

Bronze im Team

Gemeinsam mit Elisa Tartler (Recurvebogen) und Christine Schäfer (Blankbogen) trat Alexandra Stadler im Deutschen Damenteam an. Nachdem die drei Schützinnen das Viertelfinale am Freitag gegen Rumänien souverän gewonnen hatten, verpassten sie im Halbfinale gegen die USA nur knapp den Einzug ins Goldfinale – es fehlte ein einziger Ring. Doch im Bronzematch gegen Australien zeigten die drei am Samstag eine beeindruckende Leistung und sicherten sich mit einem deutlichen 60:46 den dritten Platz. „Es war ein großartiges Gefühl, die Bronzemedaille zu gewinnen,“ sagte Alexandra nach dem Wettkampf. „Wir haben uns als Team super ergänzt und gezeigt, dass wir mit den besten Mannschaften der Welt mithalten können.“ Das deutsche Blankbogen Mixed Team bestehend aus Christine Schäfer und Michael Meyer gewann zuvor eine weitere Bronzemedaille im Match gegen Frankreich. 

Silber im Einzel: Stadler wird Vizeweltmeister Compound!

Am Sonntag, dem finalen Wettkampftag, trat Florian im Goldfinale gegen keinen Geringeren als den Weltranglistenersten Mike Schloesser aus den Niederlanden an, der diese Position bereits seit über drei Jahren innehat. Trotz einer Erkältung lieferte Florian eine beachtenswerte Leistung ab. Letztlich musste er sich mit 62:67 Ringen dem unter dem Spitznamen „Mr. Perfect“ bekannten Schloesser geschlagen gebe. Doch er sicherte sich damit den Titel des Vizeweltmeisters Compound – ein großartiger Erfolg und der bisherige Höhepunkt seiner sportlichen Karriere!

Das deutsche Team bei der Feldbogen-WM
Blankbogen: Christine Schäfer (Tiefenbach), Rüdiger Schäfer (Tiefenbach), Michael Meyer (Schwarzenbach),
Compoundbogen: Alexandra Stadler (Deggendorf), Florian Stadler (Deggendorf), Julia Böhnke (Sigmaringen), Henning Lüpkemann (Sigmaringen)
Recurvebogen: Elisa Tartler (Berlin), Daniela Klesmann (Frickenhausen), Jakob Hetz (Ebermannstadt), Florian Unruh (Berlin), Felix Wieser (Tacherting)
Coach: Peter Lange (Köln)

Hier geht es zu mehr Bildern von der Meisterschaft, hier findet sich eine Galerie der World Archery über den Wettkampf und wer sich die komplette Ergebnisliste ansehen möchte wird hier fündig.